Kultur & Dokumentation

Forschungsprojekt über die Barmherzigen Schwestern startet

Als die Kongregation der Barmherzigen Schwestern im Jahr 1633 von den Heiligen Vinzenz von Paul und Louise von Marillac gegründet wurde, war dies eine Ordensgemeinschaft vollkommen neuen Typs. Anstelle eines kontemplativen Lebens hinter Klostermauern entfalteten die Schwestern ein karitatives Wirken inmitten der Bedürftigen ihrer Zeit.

Neueste Erkenntnisse über den Tassilo-Kelch

Das Stift Kremsmünster beherbergt eines der kostbarsten liturgischen Gefäße des frühen Mittelalters: einen reich verzierten Abendmahlskelch, gestiftet von Bayernherzog Tassilo III. und seiner Gemahlin, der Langobardenprinzessin Liutpirc. Im Rahmen eines Forschungsprojektes in Deutschland wurde der Kunstgegenstand fünf Jahre lang untersucht. Die Ergebnisse liegen nun vor und eröffnen erstaunliche Perspektiven.

Abt Ambros Ebhart OSB: „Ich empfinde es als kostbares Geschenk, dass uns der Tassilokelch anvertraut ist. Für unser Kloster Kremsmünster ist er ein Wegbegleiter durch zwölf Jahrhunderte. Der Tassilokelch veranschaulicht die Wurzel, die an den Anfang unseres Klosters zurückführt.“ Ein gesundes Traditionsbewusstsein müsse aber auch einher gehen mit der Offenheit gegenüber wissenschaftlichen Untersuchungen, zeigt sich Abt Ambros überzeugt: „Ich sage allen denen einen herzlichen Dank und Vergelt’s Gott, die sich um die Untersuchung des Kelches angenommen haben.“

Einladung zum Vernetzungstreffen zur Frauenordensforschung am 29.11.2019

Frauenorden sind nicht nur für die Kirche, sondern auch gesellschaftlich wichtig. In der wissenschaftlichen Forschung haben sie lange Zeit wenig Beachtung gefunden. Demgemäß sind noch viele Fragen offen: Welche Quellen geben Auskunft über Frauenordensleben? Wie haben Frauenkongregationen zur Entwicklung des Sozialstaats beigetragen? Welchen Weg haben geistliche Frauengemeinschaften in der katholischen Kirche hinter und vor sich?

Sensationeller Kartenfund aus Dominikanerkloster

Im Stadtmuseum Retz  wurde eine Karte aus dem Jahr 1534 als erste Darstellung der „Königin Europa“ identifiziert. Die Karte ist ein kolorierter Holzschnitt und stammt ursprünglich aus dem Retzer Dominikanerkloster.

Der Bibliothekar und Archivar des Retzer Klosters, P. Ignaz Lamatsch (1797-1863), hat die Karte zusammen mit anderen Gegenständen im Jahr 1838 dem kurz zuvor gegründeten Stadtmuseum Retz geschenkt. Den europäischen Kontinent figural darzustellen, leitet sich aus einer antiken Tradition ab, die in der Renaissance wieder aufgegriffen wurde.

Archive stellen sich vor: Das Archiv der Grazer Schulschwestern

Das Archiv der Österreichischen Provinz ist ein relativ „junges“ und mit seinen ca. 100 Laufmetern ein vergleichsweise kleines Archiv. Die O¨sterreichische Provinz der Franziskanerinnen v.d.U.E. in ihrer heutigen Form entstand 1929, als die Kongregation in drei Provinzen (Brasilien, Montenegro, O¨sterreich) geteilt wurden. Die Bestände reichen aber bis in das Gründungsjahr 1843 durch Antonia Lampel zurück.

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