Kultur & Dokumentation

Archiv-Rollregale zu verschenken!

Archiv-Rollregale für 15 Laufkilometer Stellfläche sind kostenlos zu vergeben (Wien). Es wird um die Abnahme in möglichst großen Einheiten gebeten.

Bei Interesse melden sie sich bitte bei:

Karin OPPEKER, MSc.
Ombudsfrau Althan Quartier
Tel. 0664/884 362 62
www.althanquartier.at
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Fastentuch – velum quadragesimale

Die Tradition des Fastentuchs (auch Hungertuch, Passionstuch, Schmachtlappen genannt) geht auf einen alten christlichen Ritus in der Liturgie des Mittelalters zurück. Der ursprüngliche Zweck der Verhüllung war ein „Fasten der Augen“. In jener Zeit waren Fastentücher in fast jeder Kirche vorhanden. Sie verhüllten während der 40tägigen Fastenzeit Teile des Kirchenraumes und trennten optisch den Altarraum vom Chor und diesen vom Kirchenschiff. Ebenso wurden Gegenstände, wie Altar, Kreuze, Reliquienschreine und Bilder verhüllt. Anfänglich waren es ungebleichte Leinentücher, manchmal einfach bestickt. Bei den späteren bildlichen Darstellungen stand meist die Passion im Mittelpunkt, oftmals bestand ein typologischer Bezug zu Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Heute sind nur mehr wenige Stücke aus der Zeit des 15. Jahrhunderts erhalten geblieben.

In den vergangenen Jahren wurde der Verhüllungsbrauch wieder neu belebt. Es entstanden vermehrt neue Fastentücher, oftmals durch zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler gestaltet. Ein bemerkenswertes Beispiel ist in diesem Jahr das Fastentuch von St. Michael in Wien, das in der Kirche der Salvatorianer gezeigt wird. „Sursum carnes“ wurde von zwei jungen Künstlern aus Los Angeles (Connor Tingley und Peter Savic) hergestellt. Die gedruckte Leinwandarbeit zeigt eine Komposition aus Farbe und Haaren, die den Eindruck einer amorphen Masse und Fleisch entstehen lässt. Die Betrachtung regt zur Reflexion an, ladet ein zur Stille, Vergänglichkeit und Ewigkeit werden wieder mehr ins Bewusstsein gerückt. Die Fastenzeit ist eine Zeit der Besinnung und Umkehr, die Motive der Fastentücher können uns dabei helfen eine neue Wahrnehmung zu erlangen.


[km]

Kirchenpädagogik in der Schulkapelle von St. Marien in Wien

Die Lehrkräfte der Bildungsgemeinschaft St. Marien in Wien erhielten auf Wunsch der Schulleitung eine Kapellenführung der besonderen Art. Die Weiterbildung erfolgte durch Helga Penz (Projekt zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte der Barmherzigen Schwestern) und Elisabeth Glatzenberger (Arbeitsgemeinschaft Kirchenpädagogik / Referat für die Kulturgüter der Orden).

Schon in der Begrüßung stellten die Referentinnen klar, dass es sich bei dem Workshop nicht um eine klassische Kirchenführung handelt, sondern die Kapelle mit kirchenpädagogischen Methoden neu kennen gelernt werden soll. Denn das Ziel der Kirchenpädagogik sei, den Kirchenraum ganzheitlich zu entdecken bzw. sich mit dem Raum und seinem theologischen Programm vertraut zu machen.

Den Lehrerinnen und Lehrern der Volksschule und der Neuen Mittelschule sowie den Betreuerinnen des Hortes wurden daher mehrere Module dazu vorgestellt und selbstverständlich auch erprobt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Fastenzeit und den Kreuzwegdarstellungen. So wurde zum Beispiel ein Kreuzwegquiz ausgefüllt, ein Abschnitt aus dem Evangelium auf Wienerisch „Da Jesus und seine Hawara“ in verteilten Rollen gelesen und Kreuzwegbilder von den Teilnehmern nachgestellt. Mittels Sprechblasen und moderner Stationsbezeichnungen wurden die vielen Gefühle des Kreuzweges sichtbar gemacht und ins Heute übersetzt.

In der Abschlussrunde wurde von mehreren Teilnehmern festgestellt: „Die Kapelle schien mir vertraut, doch nach dieser Weiterbildung sehe ich sie mit anderen Augen! Gerne gebe ich diese Erkenntnis auch an meine Schüler weiter.“

[Elisabeth Glatzenberger | Team der Arbeitsgemeinschaft Kirchenpädagogik]

Die Bildungsgemeinschaft St. Marien in Wien ist seit 2015 in der Vereinigung der Ordensschulen Österreichs (VOSÖ) und führt Kindergarten, Volksschule, Neue Mittelschule und Hort. Die pädagogische Einrichtung wurde durch die Kongregation der Barmherzigen Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul gegründet [1850 Errichtung des Kindergartens, 1873 Gründung einer zweiklassigen Volksschule, 1902 Gründung einer Mädchen-Bürgerschule]

Die Spiritualität des Ortes - Jahrestagung Kirchenpädagogik 2019

Am Freitag den 3. Mai 2019 fand die Jahrestagung Kirchenpädagogik im Kollegium Kalksburg in Wien statt. Sie stand ganz im Zeichen der ignatianischen Spiritualität und gab eine Herangehensweise in fünf Schritten als Orientierung vor: Kontext - Erfahrung - Reflexion - Handeln - Auswertung.

Vor über 100 Jahren waren am Kollegium Kalksburg noch über 80 Patres tätig. Sie prägten Generationen von vielen Verantwortungsträgern in Gesellschaft, Politik, Kunst und Kirche. Im aktuellen Schuljahr unterrichtet kein einziger Jesuit an der Schule, im kommenden Schuljahr wird es einer sein. Dennoch leiten die Prinzipien der ignatianischen Pädagogik den gesamten Lehrkörper. Die Vorträge und Übungen standen unter dem Zeichen: Wie kann das erfolgreiche Fortführen der christlichen Spiritualität an den jeweiligen Standorten von Ordensgemeinschaften und -schulen gelingen?

Gemeinsam wurden im Rahmen dieser Veranstaltung - trotz des Regens! - Gelände und Kolleg erkundet und drei Kapellen mit verschiedenen kirchenpädagogischen Methoden erschlossen. Die Lerninhalte dieser Tagung sollen Impulsbringer für andere Räume und Kontexte sein. Die Tagung wurde vom Team der Arbeitsgemeinschaft Kirchenpädagogik veranstaltet.

Einen ausführlichen Tagungsbericht mit Fotos finden Sie hier.

[km]

 

"Wiens erste Moderne" - Kunsthistorische Tagung

Von 11. bis 14. April 2019 findet in Wien eine kunsthistorische Tagung mit dem Titel ""Wiens erste Moderne"" statt. Im Fokus stehen Bildkünste zwischen dem Meister von Heiligenkreuz und Lucas Cranach. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Belvedere, dem Kunsthistorischen Museum und dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien statt. Begleitend zu den Referaten sind Diskussionen vor Originalen unter anderem im Schottenstift und im Dominikanerkonvent vorgesehen.

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