Barmherzige Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Innsbruck

Rennweg 40
A-6020 Innsbruck
Tel: +43 - (0)512 - 5871 76

GruenderIn/StifterIn: 
hl. Vinzenz von Paul (1581-1660), hl. Luise von Marillac (1591-1660)
Geschichte: 

Die „Filles de la Charité“ wurden im 17. Jahrhundert in Frankreich vom hl. Vinzenz von Paul und von der hl. Luise von Marillac gegründet. Gründungsjahr der „Töchter der christlichen Liebe“ ist 1633, 1655 wurde der Orden vom Erzbischof von Paris approbiert, 1668 erhielt er die päpstliche Approbation. 1697 erbat der Pfarrer im kleinen französischen Dorf Levesvilles Schwestern aus Paris, da ihm jedoch keine gesandt wurden, gründete er eine eigene Gemeinschaft unter dem Namen Paulusschwestern. 1708 übersiedelte die Gemeinschaft nach Chartres. 1732 sandte der Straßburger Fürstbischof Frauen zur Ausbildung nach Chartres, sie kehrten 1734 zurück und übernahmen die Krankenpflege im Hospital von Straßburg. Diese „Straßburger Kongregation“ nannte sich Soeurs de la Charité. 1758 wurde der Priester Antoine Jeanjean zum Superior ernannt, auf seine Anregung erwählte sich die Gemeinschaft den 1737 heiliggesprochenen Vinzenz von Paul zum geistlichen Vater. 1789 wurden die Schwestern vertrieben. 1813 wurde die Oberin des Bürgerspitals Vinzenz Sultzer in Straßburg zur Generaloberin gewählt. In ihrer Zeit wird die Gemeinschaft Ausgangspunkt für viele Neugründungen - besonders in Deutschland: 1832 erfolgt als erstes die Gründung in München, die Schwestern übernahmen die Krankenpflege am Allgemeinen Krankenhaus. Es folgten rasch weitere Anfragen um Übernahme von Krankenhäusern durch die Barmherzigen Schwestern.
Auch in Innsbruck wurde nach der Choleraepidemie von 1830 beschlossen, die Krankenpflege geistlichen Schwestern anzuvertrauen. Dompropst Johann Duille rief gemeinsam mit dem Anwalt Alfons von Pulciani einen Gründungsverein ins Leben, der die Einführung der Schwestern vorbereiten sollte. 1839 schloss das Bürgerspital einen Vertrag mit dem Orden, aus München wurden die Schwestern nach Tirol gesandt. 1845 wurde die Tiroler Provinz unter Leitung einer Generaloberin errichtet. 1863 teilte der Bischof von Brixen die Provinz in die Mutterhäuser Innsbruck und Zams. Um 1900 hatte der Orden in Tirol 136 Niederlassungen. 1949 bestätigte Papst Pius XII. die Kongregation als Genossenschaft Päpstlichen Rechtes.
Die österreichischen Kongregationen der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul mit dem Mutterhaus in Straßburg (Provinzsitze Innsbruck, Zams und Wien) gehören zu der 1970 gegründeten Föderation Vinzentinischer Gemeinschaften. Die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Graz sind die österreichische Provinz der „Töchter der christlichen Liebe“ und dem Mutterhaus in Paris angeschlossen.
Die Niederlassung in Eben am Achensee wurde 2016 aufgehoben.

Niederlassungen: 
  •  Innsbruck
  • Ried im Oberinntal
  •  Imst
  •  Nassereith
Werke und Pfarren: 
  • Sanatorium (GmbH) in Innsbruck.
  • Altenpflegeheime in Innsbruck, Ried im Oberinntal und Nassereith (GmbH).
  • Obdachlosenheim in Innsbruck.
  • Bildungshäuser Haus Marillac in Innsbruck und  (GmbH).
  • Kindergarten und Schulen in Innsbruck werden vom Schulverein der Barmherzigen Schwestern geführt.
  • Missionen in Tansania
  • Das Notburgaheim in Eben am Achensee wurde 2016 geschlossen.
Literatur: 
  • 150 Jahre Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Innsbruck, hg. von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern (Innsbruck 1989).
  • 175 Jahre Barmherzige Schwestern in Bayern 1832 bis 2007 (München 2007).
Provinzarchiv der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul

Rennweg 40
A-6020 Innsbruck
  

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