Benediktinerabtei Michaelbeuern

Michaelbeuern 1
A-5152 Michaelbeuern
Tel: + 43 - (0)6274 - 8116

GruenderIn/StifterIn: 
Sieghartinger bzw. Kaiser Otto II.
Geschichte: 

Die Mönchszellen, die im 8. und 9. Jahrhundert bereits bestanden, lassen sich durch die schriftlich nachweisbare Weihe der Stiftskirche im Jahr 1072 konkret fassen. Im gleichen Jahr wurde ein dem Männerkloster angeschlossener Frauenkonvent ausgestattet. Eine Schule ist bereits im 13. Jahrhundert belegt. Nach Reformation und Dreißigjährigem Krieg gelang unter Abt Michael Trometer (1637-1676) eine Erneuerung des Klosters. In der Säkularisation entging das Kloster zwar der Aufhebung, musste aber ab 1816 gemeinsam mit der Abtei St. Peter ein Gymnasium in Salzburg unterhalten, welches 1863 vom Staat übernommen wurde. 1835 wurde dem Kloster das aufgehobene Augustiner-Eremitenkloster im Salzburger Stadtteil Mülln (samt Pfarre und Brauerei) übertragen. Während der nationalsozialistischen Herrschaft waren Schule und Kirche geschlossen, die Mönche vertrieben. Bald nach dem Krieg wurde das klösterliche Leben neu begonnen, 1950 konnte die reromanisierte Stiftskirche geweiht werden.

Werke und Pfarren: 
  • Inkorporierte Pfarren: Dorfbeuern, Mülln (Stadt Salzburg), Perwang (OÖ)
  • Privathauptschule, Internat und Tagesheim Abtei Michaelbeuern
  • Exerzitien- und Bildungshaus Michaelbeuern
  • Die ehemalige Stiftspfarre Seewalchen wurde 1984 an die Diözese Linz, die ehemaligen Stiftspfarren Obersulz und Loidesthal bei Mistelbach (in Niederösterreich) wurden 1972 bzw. 1975 an die Erzdiözese Wien abgetreten. Weiters zählen Lamprechtshausen und Maxglan (Stadt Salzburg) zu den ehemaligen Pfarren.
Publikationen der Ordensgemeinschaft: 
  • Michaelibrief der Benediktinerabtei Michaelbeuern: Jahresrückblick 1.1946-
Literatur: 
  • Benediktinerabtei Michaelbeuern. Hg. von der Benediktinerabtei Michaelbeuern (Michaelbeuern 1985).
  • Heinz Dopsch u. a., Michaelbeuern, in: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Österreich und Südtirol, bearb. von Ulrich Faust und Waltraud Krassnig (= Germania benedictina Bd. III/2, St. Ottilien 2001) 655–758.
  • Mülln. Ein Juwel erstrahlt wieder. Festschrift zum Abschluß der 15jährigen baulichen Sanierung und künstlerischen Restaurierung der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt zu Salzburg-Mülln; Denkschrift der Weihe des neuen Altares versus populum und Gedenken an die erste Altar- und Kirchweihe in Mülln vor 850 Jahren, 20 Jahre Müllner Cantorey, 40 Jahre Pfadfinder in Mülln, ein Jahr Pfarrverband Mülln-Maxglan, hg. von Adolf Hahnl (Salzburg 1998).
Stiftsarchiv Michaelbeuern

Michaelbeuern 1
A-5152 Michaelbeuern
Kontakt: P. Michael Eppenschwandtner und P. Paulus Haidenthaler
E-Mail: archiv[at]abtei-michaelbeuern.at

Die Archivordnung geht auf eine Neuordnung und -inventarisierung in der Zwischen- und Nachkriegszeit zurück. Zum Archiv gehört eine Urkundenreihe mit 3.800 Urkunden, Akten betreffend Konvent, Geschichte des Klosters, Verwaltung, Grundherrschaft u.ä. An archivalischen Büchern sind ein Traditionscodex (13. Jh.), Urbar- und Dienstbücher, Notel- und Rechnungsbücher sowie Kirchenrechnungen vorhanden. Das umfangreiche Aktenmaterial umfasst auch Bestände der bestehenden bzw. ehemals inkorporierten Pfarren. Das Archiv des ehemaligen Augustiner-Eremitenklosters in Mülln (Stiftspfarre seit 1835) wurde nach dem 2. Weltkrieg nach Michaelbeuern gebracht und in das Stiftsarchiv integriert.

Findmittel des Archivs: 
  • Zettelkatalog und maschinschriftliches Findbuch.
  • Archivdatenbank vor Ort.
  • Urkundendigitalisate auf: www.monasterium.net
Stiftsbibliothek Michaelbeuern

Michaelbeuern 1
A-5152 Michaelbeuern
Kontakt: P. Michael Eppenschwandtner
E-Mail: archiv[at]abtei-michaelbeuern.at

Die Stiftsbibliothek umfasst insgesamt rund 40.000 Bände, 510 Inkunabeln, rund 300 mittelalterliche Handschriften; Globensammlung.
Bibliotheksbeschreibungen: Fabian-Handbuch der historischen Buchbestände und Klosterbibliotheken in Österreich

Kataloge der Bibliothek: 
Literatur zur Bibliothek: 
  • Josef Feldner, Handschriften in der Stiftsbibliothek von Michaelbeuern, in: Dokumentation Stiftsbibliothek Michaelbeuern (Salzburg 1985) 263–272.
  • Kurt Holter, Mittelalterliche Buchkunst in und aus dem Stift Michaelbeuern, in: Benediktinerabtei Michaelbeuern, hg. von der Benediktinerabtei Michaelbeuern (Michaelbeuern 1985) 248–262.
  • Beatrix Koll unter Mitarbeit von Josef Feldner, Katalog der Handschriften des Benediktinerstiftes Michaelbeuern bis 1600. Katalogband (Österreichische Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, Denkschriften 278; Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters 2/6, Wien 2000).
  • Franz Lauterbacher, Geschichte der Bibliothek. In: Benediktinerabtei Michaelbeuern. Hg. v. Benediktinerabtei Michaelbeuern (Michaelbeuern 1985) 273–282.
  • Lotte Riedlsperger, Die deutschsprachigen mittelalterlichen Handschriften des Benediktinerstifts Michaelbeuern, Salzburg, in: Spätmittelalterliche geistliche Literatur in der Nationalsprache Bd. 2 (Analecta Cartusiana 106,2, Salzburg 1984) 130–144.
Musikarchiv des Stiftes Michaelbeuern

Michaelbeuern 1
A-5152 Michaelbeuern
Kontakt: P. Michael Eppenschwandtner
E-Mail: archiv[at]abtei-michaelbeuern.at

Das Musikarchiv umfasst etwa 2.000 katalogisierte Stücke.

Kataloge des Musikarchivs: 
  • Zettelkatalog von P. Werigand Mayr OSB.
Literatur zum Musikarchiv: 
  • Ernst Hintermaier, Materialien zur Musik und Musikpflege im Benediktinerstift Michaelbeuern im 17., 18. und 19. Jh., in: Benediktinerabtei Michaelbeuern. hg. v. Benediktinerabtei Michaelbeuern (Michaelbeuern 1985) 237-248.
Sammlungen des Stiftes Michaelbeuern

Michaelbeuern 1
A-5152 Michaelbeuern
Kontakt: P. Michael Eppenschwandtner
E-Mail: museum[at]abtei-michaelbeuern.at

Neben den z. T. schon seit Jahrhunderten im Stift vorhandenen sakralen und profanen Kunstwerken wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jh. eine volkskundliche Sammlung angelegt. Die volkskundliche Sammlung umfasst folgende Bereiche: Wachsarbeiten, Rosenkränze, Klosterarbeiten, Hinterglasbilder, Votivbilder, Reliquiare und Hausaltärchen.

Literatur zu den Sammlungen: 
  • Berthold Egelseder - Adolf Hahnl, Ein Rundgang durch das Stiftsmuseum, in: Benediktinerabtei Michaelbeuern. hg. v. Benediktinerabtei Michaelbeuern (Michaelbeuern 1985) 214-223.
  • Johannes Neuhardt, Die volkskundlichen Stiftssammlungen, in: Benediktinerabtei Michaelbeuern. hg. v. Benediktinerabtei Michaelbeuern (Michaelbeuern 1985) 224-230.
Schatzkammer des Stiftes Michaelbeuern

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A-5152 Michaelbeuern
Kontakt: P. Michael Eppenschwandtner
E-Mail: museum[at]abtei-michaelbeuern.at

Die Schatzkammer umfasst Vasa sacra vorwiegend aus dem 17. und 18. Jh.

Literatur zur Schatzkammer: 
  • Adolf Hahnl, Der Kirchenschatz in Michelbeuern, in: Benediktinerabtei Michaelbeuern. hg. v. Benediktinerabtei Michaelbeuern (Michaelbeuern 1985) 210-213.
  • Paul Buberl, Die Kunstdenkmale des Benediktinerstiftes Michaelbeuern in Salzburg, in: Österreichische Kunsttopographie Bd. X/2, 477ff.
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