Benediktinerabtei St. Lambrecht

Hauptstraße 1
A-8813 St. Lambrecht
Tel: + 43 - (0)3585 - 2305

GruenderIn/StifterIn: 
Markgraf Markward von Eppenstein
Geschichte: 

Das Kloster wurde vor 1076 an einer schon früher genannten Kirche des Hl. Lambert durch Markgraf Markward von Eppenstein errichtet. Im Jahr 1157 wurde die Kirche in Mariazell gegründet, bis heute ein bedeutender Marienwallfahrtsort.
Unter Kaiser Josef II. wurde das Kloster 1786 aufgehoben und 1802 durch Kaiser Franz II. (I.) wiedererrichtet. 1835 wurden Gymnasium und Sängerknabenkonvikt wiedererrichtet, sie bestanden bis 1932. 1938 wurde das Stift von den Nationalsozialisten enteignet und war von 1942 bis 1945 ein Außenlager des KZ Mauthausen. Der Konvent übersiedelte nach Mariazell und kehrte 1946 in das Stift zurück.

Werke und Pfarren: 
  • Inkorporierte Pfarren: St. Lambrecht, Mariazell, Mariahof, Scheifling, Neumarkt, Zeutschach, Steirisch Laßnitz.
  • Neben der Wallfahrtskirche Mariazell wird auch die Wallfahrtskirche Maria Schönanger vom Stift St. Lambrecht betreut.
  • Ehemalige inkorporierte Pfarren: Aflenz, Kleinfeistriz, Linz, Zeltweg, St. Marein im Mürztal, Obdach (St. Wolfgang), Seewiesen, Turnau, Veitsch, Weißkirchen, Scheiben im Murtal.
  • „Schule des Daseins“. Begegnungszentrum im Benediktinerstift St. Lambrecht.
Literatur: 
  • Benedikt Plank, Geschichte der Abtei St. Lambrecht. Festschrift zur 900. Wiederkehr des Todestages des Gründers Markward v. Eppenstein, 1076–1976 (St. Lambrecht 1976).
  • Benedikt Plank, St. Lambrecht, in: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Österreich und Südtirol. Bearb. von Ulrich Faust und Waltraud Krassnig (Germania Benedictina Bd. III/2, St. Ottilien 2001) 318–380.
  • Michael Staberl, „Succisa virescit“. Mariazell, Aufhebung und Wiedererrichtung des Benediktinerstiftes St. Lambrecht im Josephinismus (Univ. Diss. Wien 2003).
Stiftsarchiv St. Lambrecht

Hauptstraße 1
A-8813 St. Lambrecht
Kontakt: P. Benedikt Plank OSB
E-Mail: benedikt[at]stift-stlambrecht.at

Das Archiv wurde in einem Saal der alten Prälatur 1740 errichtet und die Bestände in einem mehrbändigen, indizierten Repertorium von Stiftsarchivar P. Emmeram Pillip erfasst. 1863 wurde unter Leitung von Josef Zahn, Direktor des Johanneumarchivs (nachmaliges Steiermärkisches Landesarchiv) die Urkundenreihe ausgeweitet, neu geordnet und über Regesten erschlossen (4000 Nummern).
Im 20. Jahrhundert begann der Stiftsarchivar P. Othmar Wonisch mit der Einordnung älterer Registraturbestände in das Stiftsarchiv und mit einer Aktenordnung, dieses Vorhaben wurde durch die Beschlagname in der NS-Zeit unterbrochen. Nach 1945 wurde die alte Beständeordnung teilweise wiederhergestellt (insgesamt ca. 700 Schachteln).
Einige St. Lambrechter Urkunden finden sich auch im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien (HHStA).

Findmittel des Archivs: 
  • Repertorien vor Ort
  • Die St. Lambrechter Urkunden im HHStA sind teilweise digitalisiert und online einzusehen auf: www.monasterium.net
Literatur zum Archiv: 
  • Urkundenbuch des Herzogthums Steiermark, bearb. von Joseph von Zahn, 4 Bde. (Graz 1875–1975).
Stiftsbibliothek St. Lambrecht

Hauptstraße 1
A-8813 St. Lambrecht
Kontakt: P. Benedikt Plank OSB
E-Mail: benedikt[at]stift-stlambrecht.at

Die Bibliothek umfasst rund 30.000 Bände, 134 Inkunabeln und etwa 500 Handschriften.
Bibliotheksbeschreibungen: Fabian-Handbuch der historischen Buchbestände und Klosterbibliotheken in Österreich

Literatur zur Bibliothek: 
  • Kurt Holter, Buchmalerei, in: Gotik in der Steiermark. Katalog zur Landesaustellung in St. Lambrecht (Graz 1978) 172–197.
  • Grete Lesky, Die Bibliotheksembleme der Benediktinerabtei St. Lambrecht in Steiermark (Graz 1970).
Musikarchiv des Stiftes St. Lambrecht

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A-8813 St. Lambrecht
Kontakt: P. Benedikt Plank OSB
E-Mail: benedikt[at]stift-stlambrecht.at

Rund 180 Musikhandschriften sind Teil der Stiftsbibliothek.

Kataloge des Musikarchivs: 
Stiftsmuseum St. Lambrecht

Hauptstraße 1
A-8813 St. Lambrecht
Kontakt: P. Benedikt Plank OSB
E-Mail: benedikt[at]stift-stlambrecht.at

Die Kunsthistorische Sammlung enthält spätgotische Schnitzwerke und Tafelmalerei sowie Skulpturen und Gemälde von Barock bis Biedermeier. Der Prälatensaal enthält eine Gemäldegalerie mit Bildern der Stifter und österreichischer Herrscher sowie eine Äbtegalerie. Zudem gibt es eine von P. Romuald Pramberger, zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammengetragene volkskundliche Sammlung. Bemerkenswert sind auch die barocke St. Lambrechter Krippe sowie das Vogelmuseum des P. Blasius Hanf (1808-1892).

Literatur zu den Sammlungen: 
  • Die Kunstdenkmäler des Benediktinerstiftes St. Lambrecht, bearb. von Othmar Wonisch (=Österreichische Kunsttopographie 31, Wien 1951).
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