Benediktinerabtei Unsere Liebe Frau zu den Schotten

Freyung 6
A-1010 Wien
Tel: + 43 - (0)1 - 534 98 0

GruenderIn/StifterIn: 
Herzog Heinrich II. (Jasomirgott) von Österreich
Geschichte: 

Herzog Heinrich II. berief im Jahr 1155 iroschottische Mönche aus Regensburg nach Wien, deren Ära 1418 endete, als dem Kloster im Zuge der Melker Reform die Aufnahme von Einheimischen auferlegt wurde. Im 17. Jahrhundert erfolgte die barocke Erneuerung des Klosters sowie der Neubau der Kirche. Das Stiftsgebäude präsentiert sich heute in der Gestalt des Um- und Ausbaus durch den Architekten Josef Kornhäusel in den Jahren 1826 bis 1832. Die Kirche erfuhr 1883 bis 1887 eine Umgestaltung durch Heinrich Ferstel. Das Stiftsgymnasium wurde auf kaiserliche Anordnung 1807 im Kloster errichtet und knüpft an die Tradition einer älteren Klosterschule an.
  

Werke und Pfarren: 
  • Inkorporierte Pfarren: Schottenpfarre, Breitenlee (Wien 22), Eggendorf im Thale, Enzersdorf im Thale, Enzersfeld, Gaweinstal, Höbersbrunn, Kleinengersdorf, Schottenfeld (Wien 7), Stammersdorf (Wien 21), St. Ulrich (Wien 7). Ehemalige Stiftspfarren sind: Laab im Walde, Martinsdorf, Platt, Pulkau, Waitzendorf, Watzelsdorf, Zellerndorf (alle der Erzdiözese Wien übergeben); Gumpendorf (Eucharistiner).
  • „Schottengymnasium“ (mit eigenem Archiv) im Stift
  • Gästehaus „Benediktushaus“
Publikationen der Ordensgemeinschaft: 
  • Jahresbericht des Öffentlichen Schottengymnasiums der Benediktiner 1.1840-
Literatur: 
  • Cölestin Roman Rapf, Das Schottenstift (Wiener Geschichtsbücher 13, Wien – Hamburg 1974).
  • Cölestin Roman Rapf – Heinrich Ferenczy, Wien, Schotten, in: Die Benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Österreich und Südtirol, bearb. von Ulrich Faust – Waltraud Krassnig (Germania Benedictina III/3, St. Ottilien 2002) 779–817.
  • 800 Jahre Schottenabtei. Die Anteilnahme der Wiener Katholischen Akademie am Jubiläum d. Benediktinerabtei „Unserer Lieben Frau zu den Schotten“ in Wien im Jahre 1958. Mit einem Geleitwort von Kardinal Franz König, Erzbischof v. Wien, hg. vom Präsidium d. Wiener Kath. Akad. (Religion, Wissenschaft, Kultur 11, Wien 1960).
  • Das Schottengymnasium in Wien. Tradition und Verpflichtung, hg. von den Alt-Schotten, Vereinigung ehemaliger Schottengymnasiasten (Wien – Köln – Weimar 1997).
  • Johannes Jung – Gerhard Schlass – Friedrich Wally – Edgar Weiland, Das Schottengymnasium in Wien. Tradition und Verpflichtung (Wien – Köln – Weimar 1997).
Archiv der Benediktinerabtei Unsere Liebe Frau zu den Schotten

Freyung 6
A-1010 Wien
Kontakt: Maximilian A. Trofaier
E-Mail: archiv[at]schottenstift.at

http://schotten.hypotheses.org

Im Stiftsarchiv lagern angefangen von der ältesten Gründungsurkunde (1161) bis zu aktuellen Dokumenten wichtige Quellen zur Stiftsgeschichte. Da diese eng mit der Stadtgeschichte verwoben ist, hat das Archiv auch für diesen Bereich eine hohe Bedeutung. Bestände:

1. Hauptarchiv („Scrinienarchiv“, 1161 bis ins 21. Jh.):
Chronologische Urkundenreihe; Personalakten und Nachlässe der Äbte und Konventualen; Korrespondenz der Äbte; Akten über 19 inkorporierte Pfarreien, über die Besitzungen des Stiftes, über Messenstiftungen und Bruderschaften, sowie über die dem Stift 1702–1881 inkorporierte ungarische Abtei Telki. Zusätzlich befinden sich auch Urkunden und Akten des aufgehobenen Benediktinerklosters Montserat in Wien (1637-1783).
2. Wirtschaftsarchiv (15. bis 21. Jh.): Rechnungen des Kammeramtes, des Hofmeisteramtes, Kelleramtes, Küchenamtes, Priorats; Kirchenrechnungen der inkorporierten Pfarren; Wirtschaftsrechnungen und –akten die Pfarren und (ehemaligen) Stiftsherrschaften betreffen: Eggendorf im Thale, Gaweinstal (früher: Gaunersdorf), Klein-Engersdorf, Pulkau, Stammersdorf-Breitenlee, Zellerndorf; Unterlagen zu den Besitzungen in Maria Enzersdorf, Ottakring, Penzing, Steuerbücher und Fassionen, Zehent- und Robot-Akten, Akten des stiftlichen Hofgerichts, Baupläne und Katastralmappen.

 

Findmittel des Archivs: 
Literatur zum Archiv: 
  • Walther Latzke, Das Archiv der Benediktinerabtei unserer lieben Frau zu den Schotten in Wien, in: Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 28 (1975), 291-318.
Bibliothek der Benediktinerabtei Unsere Liebe Frau zu den Schotten

Freyung 6
A-1010 Wien
Kontakt für Druckschriften (Alte Stiftsbibliothek): P. Augustinus Zeman OSB
E-Mail: bibliothek[at]schottenstift.at
Kontakt für Handschriften und Inkunabeln: Maximilian Alexander Trofaier
E-Mail: archiv[at]schottenstift.at

Die Bibliothek umfasst rund 200.000 Bände (ca. 120.000 vor 1900 erschienen), 442 Inkunabeln und 750 Handschriften sowie eine Globensammlung. Bibliotheksbeschreibung: Klosterbibliotheken in Österreich

Literatur zur Bibliothek: 
  • Gustav Otruba, Die Klosterbibliotheken Klosterneuburg, Melk und Schotten/Wien. Ein Spiegel der geistigen Kultur Österreichs 1680–1750. Beitrag zu einer geistesgeschichtlichen Kulturanalyse des Barock und der Aufklärung auf Grund der Erforschung von Bibliothekskatalogen (Univ. Diss. Wien 1948).
  • Gerhard Schlass, Wien 82: Bibliothek des Schottenstifts, in: Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich II/2, hg. von der Österreichischen Nationalbibliothek (Hildesheim – Zürich – New York 1995) 218–224.
  • Cölestin Rapf, Die Bibliothek der Benediktinerabtei Unserer Lieben Frau zu den Schotten in Wien, in: Translatio Studii. Manuscript and Library Studies honoring Oliver L. Kapsner, O.S.B., hg. von Julian G. Plante (Collegeville/Minnesota 1973) 4–36.
Musikarchiv der Benediktinerabtei Unsere Liebe Frau zu den Schotten

Freyung 6
A-1010 Wien
Kontakt: Maximilian Alexander Trofaier
E-Mail: archiv[at]schottenstift.at

Das erst im Lauf der 1970er-Jahre angelegte Musikarchiv verwahrt nicht nur die stiftseigenen Musikquellen (u.a. Kompositionen von Michael Haydn bzw. Autographe der Stiftskapellmeister Tobias Gsur, Joseph Eybler, Ignaz Assmayr und Johann Baptist Ziegler), sondern auch die Musikalien der Schottenpfarren St. Ulrich, Stammersdorf, Gaweinstal und Pulkau. Derzeit befinden sich mehr als 2.500 handgeschriebene kirchenmusikalische Kompositionen und mehr als 600 gedruckte Noten im diesem Archiv.

Kataloge des Musikarchivs: 
Literatur zum Musikarchiv: 
  • Martin Czernin, Die Musiksammlung der Benediktinerabtei Unsere Liebe Frau zu den Schotten in Wien, in: Ordensnachrichten 4 (2011), 76-90.
Museum und Kunstsammlungen des Schottenstifts

Freyung 6
A-1010 Wien

Kontakt Museum: Fr. Stephan-Maria Szinai OSB
E-Mail: museum[at]schottenstift.at

Kontakt Kunstsammlungen: P. Augustinus Zeman OSB
E-Mail: augustinus.zeman[at]schottenstift.at

Das Stiftsmuseum zeigt Exponate aus den Sammlungen des Schottenstifts: Gemälde, Möbel, Tapisserien und Paramente. Zu den berühmtesten Exponaten gehört der Altar des Wiener Schottenmeisters, entstanden um 1470/80. Das Museum befindet sich im ehemaligen Prälaturbereich.

Inventar der Sammlung(en): 
  • Museum im Schottenstift: Kunstsammlung der Benediktinerabtei Unserer Lieben Frau zu den Schotten in Wien, im Auftrag des Schottenstiftes hrsg. von Martin Czernin (Wien 2009).
  • Albert Huebl, Die Münzsammlung des Stiftes Schotten in Wien, 2 Bde., Wien 1910.
Schatzkammer der Benediktinerabtei Unsere Liebe Frau zu den Schotten

Freyung 6
A-1010 Wien
Kontakt: P. Augustinus Zeman OSB
E-Mail: augustinus.zeman[at]schottenstift.at

  

Paramente und liturgische Geräte werden im Museum im Schottenstift ausgestellt.

Literatur zur Schatzkammer: 
  • Museum im Schottenstift: Kunstsammlung der Benediktinerabtei Unserer Lieben Frau zu den Schotten in Wien, im Auftrag des Schottenstiftes hrsg. von Martin Czernin (Wien 2009).

 

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