Kultur & Dokumentation

Das Ordensbuch des Deutschen Ordens ist neu erschienen

Vor kurzem stellte der Hochmeister des Deutschen Ordens, Frank Bayard OT, das überarbeitete und in seinem Namen von Prof. P. Ewald Volgger neu herausgegebene Ordensbuch vor. Es handelt sich um die Sammlung aller Regeln und Statuten sowie rechtsverbindlichen Beschlüsse des Ordens in einem Buch. Die nun erschienene 5. Auflage ist eine überarbeitete, erweiterte und ergänzte Fassung der zuletzt 2013 (nur in elektronischer Form) erschienenen 4. Auflage. Damit ist das Eigenrecht des Ordens, soweit es den gesamten Orden betrifft, auf dem derzeit aktuellen Stand. P. Ewald Volgger, der auch seit Jahren an einem Forschungsprojekt zu den Satzungen des Ordens an der Katholischen Privatuniversität Linz arbeitet, leitet die regelmäßige Bearbeitung der Ordenssatzungen.

Der Deutsche Orden gab sich bereits Mitte des 13. Jahrhunderts ein eigenes Regelwerk, das die Regeln, Gesetze und Gewohnheiten des Ordens zusammenfasst. Die älteste erhaltene Abschrift eines solchen Ordensbuches stammt aus dem Jahr 1264. Neben der Heiligen Schrift war das Ordensbuch bestimmend für das Leben und Wirken der Ordensmitglieder. Das Generalkapitel hat im Jahr 1988 die ursprüngliche Bezeichnung für sämtliche Satzungen im Deutschen Orden wieder aufgegriffen. Hier werden die Regeln der Brüder und der Schwestern, nach deren Approbation durch den Apostolischen Stuhl, sowie die Statuten des Deutschen Ordens in einer gemeinsamen Ausgabe als Ordensbuch vorgelegt.

ordensbuch

Das Ordensbuch kann beim Amt des Hochmeisters Wien oder beim Verlag A. Weger, Brixen, Italien. bestellt werden: DAS ORDENSBUCH. Die Regeln und Statuten der Brüder und Schwestern vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem. Deutscher Orden, im Auftrag des Hochmeisters überarbeitet, ergänzt und herausgegeben von Ewald Volgger OT, Verlag des Deutschen Ordens, 5., überarbeitete und ergänzte Auflage, Wien 2019. ISBN 978-88-6563-237-6.

[irene kubiska-scharl]

Neue Bücher aus Ordensarchiven

Totenroteln
Gerald Hirtner, der Archivar der Erzabtei St. Peter, hat seine Disseration über die Totenrotelsammlung des Klosters in der Reihe „Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seinerZweige“ herausgebracht und damit die erste Monographie zu neuzeitlichen Totenroteln vorgelegt.

Buchempfehlung: 300 Jahre Salesianerinnen in Wien

Über zwei Jahre ist es her, dass wir bei den Wiener Salesianerinnen angefragt haben, ob wir zum kommenden Jubiläum ein Buch über Geschichte und Kunstgeschichte des Klosters machen dürfen. Das setzte, wie es Sr. Maria Gratia Baier, Oberin des Wiener Heimsuchungsklosters in ihrer Ansprache beim Festakt nannte, eine ""Vorbereitungsbewegung"" in Gang.

Im Jubeljahr der Schwestern gab es schon einige Feierlichkeiten und Veranstaltungen. Einen Höhepunkt erreichten die Festivitäten am Sonntag, den 11. Juni 2017, im Konzertsaal der Universität für Musik und darstellende Kunst (mdw). Die Universität ist in einem Teil des Klosters, nämlich der ehemaligen Residenz der Klosterstifterin Kaiserin Amalia Wilhelmina, eingemietet und feiert heuer auch ein Jubiläum: ihre Gründung vor 200 Jahren.

Nach einer Festmesse mit Herrn Kardinal Christoph Schönborn stand im Mittelpunkt des Festakts die Präsentation des Jubiläumsbuchs ""Das Kloster der Kaiserin. 300 Jahre Salesianerinnen in Wien"", herausgegeben von Helga Penz. Als Herausgeberin habe ich das Buch gemeinsam mit einem Team von 15 Autorinnen und Autoren geplant und umgesetzt. Für uns alle war es eine unbezahlte Freizeitbeschäftigung, aber das Thema lag uns am Herzen. Immerhin ist das Salesianerinnenkloster am Rennweg das älteste, durchgehend am gleichen Ort bestehende Frauenkloster Wiens mit einer spannenden und reichen Geschichte und einem einzigartigen kulturellen Erbe. Wir erhielten Zutritt zur Klausur und ließen hochwertige Fotografien von Innenräumen und Bildern anfertigen, sodass die Leserinnen unserers Buchs zum ersten Mal auch Einblick in das ""Innenleben"" des Hauses bekommen. Finanziert wurde das Buch vom Verein der Freunde der Salesianerinnen, einer Gründung des St. Georgs-Orden, der ebenfalls Mieter im Heimsuchungskloster ist. Wir sind sehr dankbar für diese großzügige Unterstützung!

Bei der Buchpräsentation durfte ich dem Herrn Kardinal, der Mutter Oberin und der Frau Rektor der Universität die ersten Exemplare unseres Buches überreichen. Es ist ab sofort im Buchhandel erhältlich!

Fotos: mdw
Siehe auch: Die Zwillingsschwester Maria Theresias

 

 

Buchpräsentation: Campililiensia. Geschichte, Kunst und Kultur des Zisterzienserstiftes Lilienfeld

Buchpräsentation
am Dienstag, dem 16. Februar 2016, um 18.00 Uhr, in der NÖ Landesbibliothek

Begrüßung:
Dr. Willibald Rosner
Leiter NÖ Landesarchiv und NÖ Landesbibliothek
Generalsekretär des NÖ Vereins für Landeskunde

Grußworte:
Abt Matthäus Nimmervoll OCist
Abt des Stiftes Lilienfeld

Prior P. Pius Maurer OCist
Die Geschichte des Stiftes Lilienfeld

Mag. Harald Schmid
Buchpräsentation

Dr. Irene Rabl
Das Stift Lilienfeld in der Barockzeit

Moderation:
Mag. Elisabeth Loinig
Leiterin des NÖ Instituts für Landeskunde

Im Anschluss wird zum Imbiss geladen.

Anmeldung:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, auf http://www.aufhebenswert.at/ oder unter
Tel.: 02742/9005-12835

Campililium ist der lateinische Name für Lilienfeld.

Campililiensia bedeutet so viel wie „zu Lilienfeld Gehöriges” oder „Lilienfelderisches” und berichtet über Geschichte, Kunst und Kultur des 1202 vom Babenbergerherzog Leopold VI. gegründeten Zisterzienserstiftes Lilienfeld.
In 19 wissenschaftlich fundierten Beiträgen wenden sich 13 Autorinnen und Autoren der Fachrichtungen Geschichte, Theologie und Kunstgeschichte an ein breites Publikum. Sie behandeln ausgewählte Themen aus den räumlichen, sozialen und kulturellen Zusammenhängen des Stiftes Lilienfeld. Der Bogen wird gespannt von der Haus-, Bau- und Ausstattungsgeschichte mit den Schwerpunkten kunstvolles barockes Tischlerhandwerk und Forschungen zur Buch und Bibliotheksgeschichte, den wertvollen Inkunabeln des 15. Jahrhunderts bis hin zur „Concordantiae caritatis” des Ulrich von Lilienfeld aus dem 14. Jahrhundert. Hervorzuheben sind sozialhistorisch der stiftliche Krankenunterstützungsverein für die Holzarbeiter und kulturhistorisch das alpinistische Interesse der Mönche mit einem Exkurs zu Mathias Zdarsky. Die zahlreichen farbigen Abbildungen, teilweise noch nie publiziert, stammen zum überwiegenden Teil aus Archiv und Bibliothek des Stiftes und komplettieren den Sammelband.

Das Buch ist an diesem Abend zum Sonderpreis von € 25,- statt € 29,90 erhältlich!

via http://ordensgeschichte.hypotheses.org/10498

Ite ad Joseph. Buchpräsentation in Stift Lilienfeld

Die Archivarin und Bibliothekarin des Stiftes Lilienfeld Irene Rabl stellt am 24. Oktober 2015 ein neues Buch aus der Geschichte des Klosters vor: „Ite ad Joseph"". Chrysostomus Wieser und die Lilienfelder Erzbruderschaft des Hl. Joseph (Beiträge zur Kirchengeschichte Niederösterreichs 18 = Geschichtliche Beilagen zum St. Pöltner Diözesanblatt 35, St. Pölten 2015), 350 Seiten, ISBN: 978-3-901863-49-3, Preis: EUR 24,90.
Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken des Lilienfelder Abtes Chrysostomus Wieser (reg. 1716–1747) und mit der Geschichte der 1653 in Lilienfeld gegründeten Erzbruderschaft des Hl. Joseph. Wiesers Aktivitäten im Zusammenhang mit der Lilienfelder Josephsbruderschaft manifestierten sich neben der langjährigen Ausübung des Präsesamts besonders in seinen vielen Predigten, die er im Rahmen von Wallfahrten und Prozessionen vor den Bruderschaftsmitgliedern hielt. Wiesers seelsorgliches und missionarisches Wirken zeigt sich auch anhand seiner neun in Annaberg gehaltenen Kinderlehren – einem speziellen Katechismusunterricht für Kinder – sowie anhand persönlicher Kontakte, die er zu katholischen Adeligen und anderen Bruderschaften pflegte. Der Anhang umfasst neben einer Edition der neun Kinderlehren erstmals einen Personenkatalog dieses Vorstands sowie einen bebilderten Katalog der im Zusammenhang mit Chrysostomus Wieser und der Josephsbruderschaft stehenden Objekte im Stift Lilienfeld.
Infos zur Buchpräsentation finden sie im KLOSTERKULTURKALENDER.
 

Buchpräsentation im Stift Lambach

Im Sommerrefektorium des Benediktinerstiftes Lambach findet am 20. April 2012 um 19 Uhr die Buchpräsentation „Stift Lambach in der Frühen Neuzeit. Frömmigkeit, Wissenschaft, Kunst und Verwaltung am Fluss“ statt.

Nach der Begrüßung durch den Abt Maximilian Neulinger OSB und einführenden Worten vom Direktor des Oberösterreichischen Landesarchivs Gerhart Marckhgott wird der Tagungsband, welcher an das im November 2009 stattgefundene Symposium anschließt, von den Herausgebern Christoph Stöttinger, Klaus Landa und Jakob Wührer präsentiert. Im Anschluss wird Alfred S. Weiß von der Universität Salzburg einen Vortrag über „Hospitäler als Orte der Caristas“ halten; bei einem kleinen Empfang soll der Abend in gemütlicher Atmosphäre ausklingen.

Handbuch Historische Fotografie

Die Fotogeschichte ist mittlerweile eine Wissenschaft für sich, aber nun gibt es ein Handbuch, mit dem man im Archiv selbst eine Bestimmung seiner Bilder vornehmen kann. Der renommierte Fotohistoriker und Gründer der Zeitschrift Fotogeschichte Timm Starl hat einen übersichtlichen, gut verständlichen Ratgeber für die Identifizierung und Datierung von Fotografien von 1839 bis 1945 vorgelegt. Der Text führt ein in die Entwicklung der Aufnahmeverfahren, die eingesetzte Technik, die Unterschiede zwischen Atelier- und Knipserfotos, die Gestaltungsvarianten vom Etui bis zum Leporello, die Verwendung von Untersatzkartons, die Kolorierung und vieles mehr. Diese Kenntnisse helfen, historische Fotos besser chronologisch einordnen und ihre Bedeutung einschätzen zu können. Das Buch von Timm Starl ist reich bebildert mit allen Genres der professionellen wie der privaten Fotografie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Aufnahmen von Ordensleuten sind keine darunter, hier bergen die Ordensarchive einen Schatz, den es sonst nirgends gibt. Um dieses Erbe zu erhalten und zu erschließen ist dieses Buch ein nützlicher Ratgeber.
(Wir danken Sr. Clara Maria Neubauer (Vorauer Marienschwestern) für diesen Buchtipp!)

Timm Starl, Bildbestimmung. Identifizierung und Datierung von Fotografien 1839 bis 1945 (Marburg: Jonas Verlag 2009), ca. 192 S., ca. 300 teils farbige Abb., ISBN: 978-3-89445-423-4, EUR 30,-

 

Handbuch für Heimat- und Familienforschung in Niederösterreich

Das Handbuch dient als Begleitbuch für die Heimat- und Familienforscherkurse des Niederösterreichischen Landesarchivs und ist ein sehr nützliches Werkzeug für jeden Geschichtsforscher, der seiner näheren Orts- und Familiengeschichte nachspürt. Besonders informativ sind die Ausführungen über die Bestände im Niederösterreichischen Landesarchiv, wie man sie benützt und welchen Quellenwert sie haben. Beim kirchlichen Archivwesen werden die Überlieferungen im Diözesan- und in den Pfarrarchiven beschrieben, die Klosterarchive eher nur am Rand erwähnt. Zahlreiche Abbildungen von Originalquellen, eine kleine Schriftenkunde und ausführliche Literaturlisten ergänzen das verständlich und übersichtlich gestaltete Handbuch.

Handbuch für Heimat- und Familienforschung in Niederösterreich: Geschichtsquellen, Hintergründe, Literatur, Methodik, Praxis. Eine Publikation des Niederösterreichischen Landesarchivs. Hrsg. Willibald Rosner und Günter Marian. Red. Richard Hübl (St. Pölten: Selbstverl. des NÖ Instituts für Landeskunde, 2008 ), 206 S., Preis: € 25
Bestellungen online beim Niederösterreichischen Landesarchiv.
 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.