Dominikanerkonvent Graz

Münzgrabenstraße 61
A-8010 Graz

GruenderIn/StifterIn: 
hl. Dominikus (gest. 1221)
Geschichte: 

Der „Orden der Predigerbrüder“ wurde vom hl. Dominikus im Jahr 1216 gegründet.
Das Grazer Dominikanerkloster wurde 1466 gegründet. Die ehemalige Klosterkirche Zum heiligen Blut ist heute Stadtpfarrkirche. 1585 übersiedelten die Dominikaner nach St. Andrä, dort entstand die barocke Dominikanerkirche. 1807 wurde das Kloster durch den Kaiser enteignet. Die Dominikaner übernahmen von den Augustiner-Eremiten die Pfarre Münzgraben mit der Annakirche. 1832 musste das Kloster aufgegeben und an die Jesuiten übergeben werden. 1857 kehrten die Dominikaner nach Münzgraben zurück. 1908 haben die Dominikaner die Pfarrleitung übernommen. 2012 wurde das Kloster aufgehoben. Der Gebäudekomplex wurde von Stift Admont gekauft, welches die Kirche der Pfarre schenkte und im Klostergebäude ein Studentenheim einrichtet (Fertigstellung 2015).

Archiv des Dominikanerklosters Graz
Anmerkungen zum Archiv: 

Nach Aufhebung des Klosters wurde das Archiv des Dominikanerklosters im Diözesanarchiv Graz-Seckau untergebracht.

Bibliothek des Dominikanerklosters Graz
Anmerkungen zur Bibliothek: 

Die Bibliothek umfasste 16.000 Bände, 62 Inkunabeln und 6 Handschriften. Unter den frühneuzeitlichen theologischen Werken sind zahlreiche Schriften zur Reformation vertreten. Im Buchbestand des 19. Jahrhunderts gibt es eine Sammlung historisch-wissenschaftlicher Werke.
Nach Aufhebung des Klosters wurden die Handschriften, Inkunabeln und Drucke bis 1600 in das Wiener Dominikanerkloster verbracht. Die Bestände Protestantica des 17. und 18. Jahrhunderts und Neuscholastik/Thomistik des 19. und Anfang 20. Jahrhunderts wurden der Bibliothek der Theologischen Hochschule Trumau gegeben. Diie spezifisch dominikanischen Werke wurden auf andere Dominikanerkonvente verteilt.

Anmerkungen zu den Sammlungen: 

Kunstwerke regionaler und lokaler Bedeutung aus dem Bestand des aufgehobenen Klosters wurden dem Diözesanmuseum Graz übergeben.

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