Dominikanerkonvent Wien

Postgasse 4
A-1010 Wien
Tel: + 43 - (0)1 - 512 91 74

Geschichte: 

Der „Orden der Predigerbrüder“ wurde vom hl. Dominikus im Jahr 1216 gegründet. Der Babenberger Herzog Leopold VI. von Österreich holte um 1226 die Dominikaner nach Wien und wies ihnen ein Hospiz in der Bäckerstraßenvorstadt zu. Als Herzog Rudolf IV. 1365 die Universität stiftete, stellten die Dominikaner sowohl Mitglieder des Lehrkörpers als auch viele Studenten. Kaiser Maximilian II. wandelte Teile des Klosters in eine Schule um, in der die Jugend des niederösterreichischen Adels auf das Universitätsstudium vorbereitet werden sollte.
Im 17. Jahrhundert förderten die Kaiser den Konvent. In diese Zeit fallen ab 1631 der völlige Neubau der Kirche und die Barockisierung des Klosters.

Weitere Dominikanerklöster in Österreich: Friesach (1217-2012), Graz (1466-2012), Krems (1236-1786), Wiener Neustadt (1250-1786) und Retz (gegr. um 1280/90).

Das Provinzialat der Süddeutsch-Österreichischen Dominikanerprovinz vom Hl. Albert ist ebenfalls in Wien.

 

Werke und Pfarren: 
  • Pfarrkirche Maria Rotunda (Dominikanerkirche)
  • kategoriale Seelsorge
Literatur: 
  • Die Dominikaner in Wien. Zur Geschichte der Wiener Dominikaner und ihrer Kirche. Festschrift herausgegeben aus Anlaß des 350. Jahrestages der Weihe der Basilika S. Maria Rotunda 1634-1984, hg. v. Dominikanerkonvent (Wien 1984).
  • Die Wiener Dominikaner. Zur Geschichte des Wiener Dominikanerklosters seit seiner Gründung 1226 bis in die Gegenwart. Ausstellung aus Anlaß der 350-Jahr-Feier der Weihe der barocken Basilika 1634–1984 (Wien 1984).
  • Isnard Wilhelm Frank OP, Hausstudium und Universitätsstudium der Wiener Dominikaner bis 1500 (Archiv für österreichische Geschichte 127, Wien u. a. 1968).
  • Wolfram Hoyer OP (Hg.), Gott loben, segnen, verkündigen. 75 Jahre Dominikanerprovinz des hl. Albert in Süddeutschland und Österreich (Wien u.a. 2014).
Archiv des Dominikanerklosters Wien

Postgasse 4
A-1010 Wien
Kontakt: Ordensleitung
E-Mail: prior[at]dominikaner.org

Das Archiv enthält den historischen Altbestand des Klosters seit seiner Gründung (mittelalterliche Urkundenreihe, frühneuzeitliche Akten). Einige Urkunden des Wiener Dominikanerklosters befinden sich in der Allgemeinen Urkundenreihe im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien.
Die 62 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Grundbücher musste das Dominikanerkloster 1942 dem Gauarchiv Wien (heute Wiener Stadt- und Landesarchiv) verkaufen.

Bibliothek des Dominikanerklosters Wien

Postgasse 4
A-1010 Wien
Kontakt: Ordensleitung
E-Mail: bibliothek[at]dominikaner.org

Aus dem Buchbesitz der 1226 nach Wien gekommenen Dominikaner ging die zweitälteste Bibliothek Wiens hervor. An der Wiener Universität lehrende Dominikaner bereicherten seit dem Spätmittelalter die Bibliothek durch Beschaffung wissenschaftlicher Literatur.
Die heutige Bibliothek umfasst 26.000 Titel, 242 Inkunabeln und über 317 Handschriften.
Siehe: Klosterbibliotheken in Österreich

Der Bibliothek wurden 2014 auch die mittelalterlichen Handschriften und Frühdrucke der aufgehobenen Klöster Graz und Friesach einverleibt.

Kataloge der Bibliothek: 
Literatur zur Bibliothek: 
  • Felix Czeike, Verzeichnis der Handschriften des Dominikanerkonventes in Wien bis zum Ende des 16. Jahrhunderts (maschinschriftl. Wien 1952).
  • Konstanze Mittendorfer, Bibliothek des Dominikaner-Konvents, in: Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich Bd. 2, Teil 2, hg. von Wilma Buchinger, Helmut W. Lang, Konstanze Mittendorfer, Österreichische Nationalbibliothek (Hildesheim [u.a.] 1995) 50–54.
  • Franz Unterkircher, Die datierten Handschriften in Wien außerhalb der Österreichischen Nationalbibliothek bis zum Jahre 1600. Katalogbeschreibungen von Heidelinde Horninger und Franz Lackner, 1. Teil: Text, 2. Teil: Tafeln (Katalog der datierten Handschriften in lateinischer Schrift in Österreich V), Wien 1981.
  • Rudolf Wolkan, Aus österreichischen Handschriftenkatalogen. II. Aus den Handschriften des Dominikanerklosters in Wien, in: Zeitschrift des österreichischen Vereins für Bibliothekswesen 16 (1912), 14–19.
Kataloge des Musikarchivs: 

Die Notendrucke sind teilweise im „Répertoire international des sources musicales“ (RISM) verzeichnet.

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