Elisabethinen in Klagenfurt

Völkermarkter Straße 15
A-9020 Klagenfurt
Tel: +43 - (0)463 - 5830

GruenderIn/StifterIn: 
Apollonia Radermacher (1571-1626); Theresia Wagenberg, geb. Fürstin von Liechtenstein
Geschichte: 

Die Bürgersfrau Maria Katini gab 1710 den Anstoß zur Errichtung eines Spitals in Klagenfurt und es wurden Schwestern der Elisabethinen aus Graz nach Kärnten berufen. Als Stifterin gilt Theresia Wagenberg, geb. Fürstin von Liechtenstein. Die Anfänge waren aus finanziellen Gründen bescheiden, erst 1768 konnte mit dem Bau des Krankenhauses begonnen werden. Dass das Kloster unter Josef II. nicht aufgehoben wurde, ist seiner Schwester Erzherzogin Maria Anna zu danken, die das Kloster bestiftete und sich neben dem Klostergebäude eine Residenz errichten ließ (heute die Residenz des Bischofs).
Die Gründerin des Elisabethinenordens, der nach der heiligen Elisabeth von Thüringen benannt ist und nach dem Vorbild der Heiligen besonders in der Krankenpflege und im Hospitalwesen tätig wurde, ist Apollonia Radermacher (1571-1626) aus Aachen. Als Gründungsjahr gilt 1622, als die erste Niederlassung in der Stadt Düren im Erzbistum Köln errichtet wurde. Von Düren aus wurde das Grazer Kloster 1690 besiedelt.

Werke und Pfarren: 
  • Krankenhaus der Elisabethinen in Klagenfurt.
Literatur: 
  • 300 Jahre Elisabethinen in Klagenfurt 1710-2010, hg. v. Konvent der Elisabethinen zu Klagenfurt. Red. Peter G. Tropper (Klagenfurt 2010).
  • Eine große Tochter Maria Theresias. Erzherzogin Marianna. In ihrem Hauptmonument, dem Elisabethinen-Kloster zu Klagenfurt. Jubelgabe zur Feier des 200jährigen Bestehens vom Elisabethinen-Konvent, hg. v. Adolf Innerkofler (Klagenfurt 1993).
Archiv der Elisabethinen in Klagenfurt

Völkermarkter Straße 15
A-9020 Klagenfurt
Kontakt: Sr. Hildegard Poroutz
E-Mail: sr.hildegard[at]gmx.at

Kunsthaus Marianna

Völkermarkter Straße 15
A-9020 Klagenfurt

Zur Kunstsammlung der Elisabethinen gehört der Nachlass der Wohltäterin des Klosters Erzherzogin Maria Anna, genannt „Marianna“, einer Tochter Kaiserin Maria Theresias. Unter den 400 Gemälden befinden sich 100 Habsburgerporträts. Wertvoll ist ebenso die Sammlung historischer Paramente, darunter auch ein Ornat, den die Erzherzogin selbst für ihr Begräbnis angefertigt hat.
Die Sammlung der Erzherzogin ist im 2012 errichteten Schaudepot „Kunsthaus Marianna“ untergebracht.

Die ehemalige Spitalsapotheke ist als Museum zu besichtigen. Zum Reliquienschatz gehört der sog. „Mantel der heiligen Elisabeth“.

Literatur zu den Sammlungen: 
  • Höfische Porträtkultur - die Bildnissammlung der österreichischen Erzherzogin Maria Anna (1738-1789), hg. von Eva Kernbauer und Aneta Zahradnik (Berlin: De Gruyter, 2016), ISBN 978-3-11-045987-6.
  • Das Kunsthaus Marianna, in: granatapfel. Das Magazin der Barmherzigen Brüder 81/7-8 (2013) 30-31.
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