Benediktiner (Ordo sancti Benedicti OSB)

Benediktinerkloster Arnoldstein

Adresse: 

Klosterburg Arnoldstein
9601 Arnoldstein

Bischof Otto von Bamberg gründete auf Besitzungen seines Bistums in Kärnten, am Ort der vormaligen Eppensteiner Burg Arnoldstein, 1106/07 ein Benediktinerkloster. Die ersten Mönche kamen von der Bamberger Abtei Michelsberg, der erste Abt stammte aus der Abtei St. Paul im Lavanttal. Das Kloster machte die damals noch spärlich besiedelten Liegenschaften urbar und erhielt auch die Mauteinkünfte aus dem Kanaltal, dem Transit nach Italien. Das Kloster wurde das ganze Mittelalter in die Auseinandersetzungen zwischen dem Hochstift Bamberg und dem Kärntner Adel hineingezogen.

Benediktinerkloster Millstatt

Adresse: 

Stiftsgasse 1
A-9872 Millstatt

Die aus dem bayerischen Adelsgeschlecht der Aribonen stammenden Brüder Aribo und Poto gründeten um 1077 ein Benediktinerkloster an ihrer Kirche in Millstatt unter dem Titel St. Salvator. Das neue Kloster erhielt von seinen Stiftern einen geschlossenen Landstrich zwischen dem Millstätter See, dem Gute Kraut (später Landgericht Sommereck), der Millstätter Alpe und dem Gebiete von Kleinkirchheim sowie den Hof Eberstein in Unterkärnten. Graf Boto, der Bruder Aribos, schenkte dem Kloster Güter im Pinzgau und den Hof Schwarzenbach im Pongau.

Benediktinererstift Ossiach

Adresse: 

Ossiach 1
9570 Ossiach

Das Benediktinerkloster Ossiach wurde 1024 von den Eltern des Patriarchen von Aquileja Poppo gegründet. Dieser versuchte, das Stift, das im salzburgisch beeinflussten Teil Kärntens lag, unter den Einfluss seines Patriarchats zu stellen. Dies wurde ihm 1028 von Kaiser Konrad II. bestätigt. Diese Stellung Ossiachs als Eigenkloster Aquilejas blieb bis in das 13. Jahrhundert aufrecht. 1484 wurden Kloster und Kirche durch einen Brand nahezu völlig zerstört. Ein damals vor Ort bestehender Frauenkonvent wurde danach aufgelöst.

Benediktinerkloster Gleink

Adresse: 

Gleinker Hauptstraße 20
4407 Steyr-Gleink

Die Stifter, die steirischen Ministerialen Arnhalm und Bruno von Gleink(-Volkenstorf), ließen ihre Feste um 1123 in ein Kloster umwandeln. Die Vogtei übernahm Markgraf Leopold I. von Steier, der die Abtei dotierte und dem Bistum Bamberg zueignete, das seine Rechte am Kloster bis ins 13. Jahrhundert behaupten konnte. Der erste Abt Ulrich kam aus dem naheliegenden Kloster Garsten, das dem Kloster Gleink auch das Gedankengut der cluniazensischen Reform vermittelte.

Benediktinerkloster Garsten

Adresse: 

Am Platzl 2
A-4451 Garsten

1082 gründete Ottokar II. (1082-1122), Eigenkirchenherr der Pfarre Garsten, dort ein weltliches Kollegiatstift. Als Tochtergründung Göttweigs wurde es um 1107 in ein Benediktinerkloster umgewandelt. 1179 bestätigte Papst Alexander III. alle bisherigen Schenkungen und Rechte des Klosters, unter anderen das Recht der freien Abtwahl.
1305 wurden dem Kloster die Patronatsrechte über Pfarrkirche, Burgkapelle und Spitalskapelle in Steyr übertragen.

Benediktinerkloster Mondsee

Adresse: 

Kirchengasse 1
A-5310 Mondsee

Im Jahr 748 wurde das Kloster Mondsee durch den aus dem Geschlecht der Agilolfinger stammenden Bayernherzog Odilo gegründet. 788 nach dem Sturz Herzog Tassilos wurde Mondsee Reichskloster und erhielt über die Jahrhunderte reichen Besitz. 831 übergab Ludwig der Fromme das Kloster Mondsee dem Hochstift Regensburg. Erst 1142 wurde das Kloster unter Abt Konrad II. wieder selbständig. Im Jahr 1389 erhielten die Äbte von Mondsee von Papst Bonifaz IX. das Recht der Pontifikalien.

Benediktinerstift Kleinmariazell

Adresse: 

A- 2571 Altenmarkt an der Triesting

Das Benediktinerkloster „Mariazell in Österreich“ wurde 1134 von den Brüdern Heinrich und Rapoto von Schwarzenburg-Nöstach gestiftet, 1136 trat Markgraf Leopold III. in die Stiftung ein. Die ersten Mönche wurden aus dem bayerischen Kloster Niederaltaich berufen. Durch die Melker Reform erlebte das Kloster im 15. Jahrhundert großen Aufschwung. Im Krieg gegen das Osmanische Reich wurde die Stiftskirche teilweise zerstört, unter Abt Vitus Perckhover wieder hergestellt und 1609 eingeweiht.

Europakloster Gut Aich

Adresse: 

Aich 3
A-5340 St. Gilgen
Tel: +43 - (0)6227 - 23180

1993 erlaubte der Erzbischof von Salzburg Georg Eder die Gründung eines neuen Klosters in St. Gilgen. Die Franziskanerinnen von Au am Inn stellten ihr ehemaliges Kinderheim Gut Aich für diesen Neuanfang zur Verfügung. 2004 stimmte die Österreichische Benediktinerkongregation der endgültigen kanonischen Errichtung zu.

Benediktinererzabtei St. Peter

Adresse: 

St. Peter-Bezirk 1
A-5020 Salzburg
Tel: + 43 - (0)662 - 844 576 0

Das Kloster St. Peter in der Stadt Salzburg ist das älteste durchgängig bestehende Kloster im deutschsprachigen Raum und eine Gründung des hl. Rupert aus dem Jahr 696. Unter Virgil (745–784) wurde das Verbrüderungsbuch St. Peters angelegt. Es ist das älteste Buch Österreichs. Unter Abt Arn (785-821, Erzbischof 798) entstanden die ältesten Salzburger Güterverzeichnisse. Im Jahr 987 wurde die Personalunion des Abtes von St. Peter und des Erzbischofs von Salzburg gelöst.

Benediktinerstift Admont

Adresse: 

A-8911 Admont 1
Tel: + 43 - (0)3613 - 2312

Für die Dotation des Benediktinerstifts Admont hat der Gründer Erzbischof Gebhard von Salzburg 1074 nach späterer Überlieferung auch eine Schenkung der hl. Hemma von Gurk herangezogen. Die ersten Mönche wurden aus der Benediktinerabtei St. Peter in Salzburg entsandt. Im Hochmittelalter wurde Admont ein monastisches Zentrum für den gesamten süddeutsch-österreichischen Raum. Im Zuge der Hirsauer Reform wurden von Admont 25 Abteien reformiert, eine berühmte Schreibschule entstand in Admont.

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