Augustinerchorherren und -frauen

Augustiner-Chorherrenkloster Suben

Adresse: 

Kirchenplatz 1
4975 Suben

In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts stiftete Tuta Gräfin von Formbach am Sitz der Familie in Suben ein Kollegiatstift. Der Enkel Tutas, Bischof Altmann von Trient, dotierte 1125 das Kloster und gilt als zweiter Stifter. 1142 führte Bischof Altmann von Passau in Suben die Augustinusregel ein und unterstellte das Kloster dem Erzbistum Salzburg. Die Pröpste wurden bis 1474 durch das Salzburger Domkapitel bestellt, dann erhielt Suben das Recht der freien Propstwahl. Bis zum 15. Jahrhundert bestand auch ein Chorfrauenkonvent.

Augustiner-Chorherrenstift Ranshofen

Adresse: 

r.k. Pfarramt
Wertheimerplatz 4
5282 Ranshofen

Im Jahr 1125 bestiftete der Bayernherzog Heinrich IX. den Augustiner-Chorherrenkonvent an einer bereits im Frühmittelalter genannten Pankrazkirche in seiner Pfalz in Ranshofen mit Zehent daselbst. Das Kloster unterhielt eine Schule und hatte ein Skriptorium. Im 15. Jahrhundert wurde es von Dürnstein aus reformiert und erlebte eine humanistische Glanzzeit.

Augustiner-Chorherrenstift Waldhausen

Adresse: 

r.k. Pfarramt
Schloßberg 2
4391 Waldhausen

1147 stiftete Otto von Machland, der Gründer der Zisterze Baumgartenberg, ein Kloster der Augustiner Chorherren in Säbnich. Nach seinem Tod gerieten seine beiden Stiftungen in Auseinandersetzung über seine nachgelassenen Besitzungen. Unter Propst Selker (1151-1162) zogen die Chorherren den Sarmingbach nordwärts und gründeten auf einem Hügel ein neues Kloster. Um 1190 existierte hier auch ein Frauenkonvent. Ein gebürtiger Waldhausener und Konventuale des Klosters war der frühhumanistische Prediger und Theologe Konrad von Waldhausen (gestorben 1369 in Prag).

Augustiner-Chorherrenkloster Rottenmann

Adresse: 

r.k. Stadtpfarrkirche Rottenmann
8786 Rottenmann

Kaiser Friedrich III. machte das Ansinnen des begüterten Rottenmanner Bürgers Wolfgang Dietz, ein Augustiner-Chorherrenkloster im Geiste der Raudnitzer Reform zu stiften, zu seinem eigenen Anliegen. 1455 erhielt er die päpstliche Bestätigung. Die ersten Chorherren, die im Bürgerspital angesiedelt wurden, kamen aus dem Reformstift St. Dorothea in Wien.

Augustiner-Chorherrenstift St. Dorothea in Wien

Adresse: 

Dorotheergasse 17
1010 Wien

Im Jahr 1414 gründete - wohl auf Wunsch des bereits verstorbenen Herzogs Albrecht IV. - Kanzler Andreas Plank an der Dorothea-Kapelle in Wien, eine Stiftung Herzog Albrechts II. aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, ein Kloster der Augustiner-Chorherren. Besiedelt wurde das neue Kloster von Chorherren aus dem Stift Dürnstein. Sie trugen die Reformbewegung des Ordens (Raudnitzer Reform) weiter, visitierten und reformierten andere Chorherrenstifte.

Augustiner-Chorherrenstift Stainz

Adresse: 

Schlossplatz 5
A-8510 Stainz

Um das Jahr 1229 gründete der steierische Ministeriale Leutold von Wildon an einer älteren Katharinenkirche in Stainz ein Augustiner-Chorherrenkloster, dessen erste Konventualen aus dem Stift Seckau berufen wurden. Die Neugründung gehörte zu den kleineren steierischen Stiften und hatte in der Reformationsstift mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Augustiner-Chorherrenstift Pöllau

Adresse: 

Schloß 1 A
8225 Pöllau

Das Augustiner-Chorherrenkloster wurde von Hans von Neuberg testamentarisch im Jahr 1482 gestiftet und von seinen Erben 1504 am Adelssitz Pöllau errichtet. Besiedelt wurde es von Chorherren des Stiftes Vorau. Das kleine Kloster entwickelte sich an seinem Sitz, den es anfänglich noch mit Graf Christoph von St. Georgen und Pösing, Vollzieher der Stiftung, teilte, langsam - es blieb ein kleiner Konvent, sodass 1617 die Jesuiten den Versuch unternahmen, das Stift Pöllau zu erwerben. Noch im 17. Jahrhunderten erfolgten aufgrund des geringen Personalstands Postulationen der Pröpste.

Augustiner-Chorherrenstift St. Pölten

Adresse: 

Domplatz 1
3100 St. Pölten

Ein Kollegiatstift an der Kirche des Heiligen Hippolyt an der Traisen, einem Nebenfluss der Donau in Niederösterreich, wurde im 11. Jahrhundert von den Bischöfen von Passau errichtet, die Haustradition nennt Berengar und Eigilbert ihre Gründer. Möglicherweise hat hier ursprünglich eine Zelle des Klosters Tegernsee bestanden, 976  wird ein Hyppolitkloster in Traisen in einer Besitzbestätigung Kaiser Ottos II. für den Bischof von Passau genannt. Nach 1083 wird unter Bischof Altmann von Passau die Augustiner-Chorherrenregel eingeführt. Im 12.

Augustiner-Chorherrenkloster St. Andrä im Lavanttal

Adresse: 

Dom- und Stadtpfarrkirche

St. Andrä 2
9433 St. Andrä im Lavanttal
  

Der erste gesicherte Nachweis über ein Augustiner-Chorherrenkloster an einer älteren Andreaskirche und Sitz eines salzburgischen Archidiakons im Lavanttal datiert aus dem Jahr 1225. Drei Jahre später erfolgte die Errichtung eines Salzburger Eigenbistums mit Sitz beim Chorherrenstift St. Andrä, wobei die Chorherren das Domkapitel formten und der Propst das Amt des Archidiakons innehatte. Eine Domschule ist in St. Andrä seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesen. Der Bischof, der vom Erzbischof von Salzburg ernannt wurde, residierte zeitweilig in der Burg Lavant im salzburgisches Friesach.

Augustiner-Chorherrenkloster St. Andrä an der Traisen

Adresse: 

Röm.-kath. Pfarramt St. Andrä
Marienplatz 3
3130 Herzogenburg

Testamentarisch verfügte der niederösterreichische Adelige Walter von Traisen 1148 die Gründung eines Chorherrenklosters an einer Andreaskapelle auf seinem Besitz. Die Idee einer Vereingung der Stiftung mit dem nur unweit entfernt gelegenen Augustiner-Chorherrenstift St. Georgen (ab 1244 Herzogenburg) scheiterte an den Erben der Stifterfamilie und die Klostergründung in St. Andrä wurde vom Bischof von Passau 1160 bestätigt.

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