Abschied von Maria Kirchental

Die Zeitschrift der Herz-Jesu-Missionare „Kontakte“ berichtet in der Ausgabe vom April 2018 über die Niederlassung des Ordens an der Wallfahrtskirche Maria Kirchental (im Salzburger Pinzgau). Anlässlich des Weggangs des dortigen Kirchenrektors P. Karl Unger wird dessen Bemühen um die Erhaltung dieses wichtigen österreichischen Kulturdenkmals gewürdigt:

„Pater Karl Unger hat Maria Kirchental zu neuem Glanz und hoher Reputation verholfen. Vergangenen Dezember nahm der 84-jährige Rektor mit leiser Wehmut Abschied. Dieses abgeschiedene Hochtal über St.Martin bei Lofer ist dem Herz-Jesu-Missionar ans Herz gewachsen. 17 Jahre war er hier Rektor. P. Unger hat die große Innenrenovierung der Kirche vorangetrieben und sich um die Aufbringung der Millionenbeträge gekümmert. Stets war er ein kompetenter Ansprechpartner für Bauherren, Bundesdenkmalamt und Konservatoren. Unter seiner Leitung wurde die Votivtafelsammlung restauriert, sodass sie heute als die größte und kunstgeschichtlich bedeutendste Österreichs gilt. Auch die Errichtung des Wallfahrtsmuseums trägt seine Handschrift.“ (Christine Schweinöster).

Den Kirchenschlüssel übergibt P. Unger seinem Nachfoler P. Ludwig Laaber (Quelle: Kontakte 137, April 2018, Foto: Sr. Bärbel Thomä, Johanna Faistauer):

Die Wallfahrtkirche in Maria Kirchental, der „Pinzgauer Dom“, wurde nach Plänen des bedeutenden österreichischen Barockarchitekten Fischer von Erlach in der Zeit von 1694 bis 1701 erbaut. Das Gnadenbild, eine spätgotische Madonna mit Kind, wird seit dem 17. Jahrhundert hier verehrt und zieht bis heute jedes Jahr 50.000 Pilgerinnen und Pilger an. Kirchenrektorat und Wallfahrtsseelsorge wurde den Herz-Jesu-Missionaren im Jahr 1928 übertragen. Das „Haus der Besinnung“ wird von den Patres gemeinsam mit den Missionarinnen Christi geführt und bietet geistliche Begleitung und Kurse.

Das Wallfahrtsmuseum wurde 2004 eröffnet und zeigt die Schatzkammer der Kirche mit liturgischen Geräten, Paramenten, Krippenfiguren und ähnlichem. Bedeutsam ist die umfangreiche Sammlung von Votivtafeln, die in einmaliger Weise sämtlich digitalisiert, katalogisiert und online zur Ansicht zur Verfügung gestellt werden unter der Webadresse www.votivtafel.at.

 

 

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