Aus Archiven, Bibliotheken und Sammlungen

Schriften aus österreichischen Klöstern werden UNESCO-Kulturerbe

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, tritt für die Erhaltung von Kulturgütern ein, die ein wichtiges Erbe der Menschheit darstellen. Ein besonderes Programm, genannt „Memory of the World“, stellt schriftliche Dokumente unter besonderen Schutz.

Alles, was uns heilig war?

Abt Reinhold Dessl, Judith Wimmer, Ines Weber, Klaus Birngruber, Petrus Bayer

Unter diesem Motto veranstaltete der Verein für Linzer Diözesangeschichte www.dioezesangeschichte.at am 28. September 2018 ein kleines Symposium über Reliquienverehrung in Geschichte und Gegenwart. Unter den Referenten war auch Herr Petrus Bayer vom Stift Schlägl, Stiftsarchivar und –bibliothekar und ein promovierter Historiker. Er sprach über Heiligenverehrung und Reliquienkult in der Neuzeit und brachte einige interessante Beispiele aus seinem Heimatkloster.

Steuern für die Abtwahl - und wie man sie vermied

Der Archivar und Sammlungskustos des Stiftes Zwettl, Andreas Gamerith, stößt bei der Inventarisierung des kulturellen Erbes in seinem Haus immer wieder auf Besonderheiten. Jüngst entdeckte er ein Schriftstück, das eine „Anleitung zum Fälschen des Inventars für die Abtwahl 1776“ enthält.

Thesenblätter-Sammlung erweckt Aufmerksamkeit

Das Kloster der Salesianerinnen am Rennweg in Wien beherbergt eine umfassende Sammlung barocker Thesenblätter, die wohl zu einer der bedeutendsten ihrer Art gehört. Thesenblätter waren in der Barockzeit gedruckte Ankündigungen gelehrter Dispute, meist die Verteidigung der Thesen eines Doktoranden. Sie waren mit oft sehr künstlerischen und eindrucksvollen Bildern geschmückt und wurden daher gerne als Dektorationsstücke gerahmt und aufgehängt.

Was tun, wenns brennt?

Das größte Unglück in einem Archiv oder einer Bibliothek ist nicht ein eingetretener Notfall wie ein Brand oder ein Wasserrohrbruch, sondern chaotisches oder verspätetes Handeln der Verantwortlichen in einer solchen Notsituation. Das schreibt Larissa Rasinger, Mitarbeiterin im Archiv des Schottenstifts, in einem eben erschienen Artikel in den Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden.

Abschied von Maria Kirchental

Die Zeitschrift der Herz-Jesu-Missionare „Kontakte“ berichtet in der Ausgabe vom April 2018 über die Niederlassung des Ordens an der Wallfahrtskirche Maria Kirchental (im Salzburger Pinzgau). Anlässlich des Weggangs des dortigen Kirchenrektors P. Karl Unger wird dessen Bemühen um die Erhaltung dieses wichtigen österreichischen Kulturdenkmals gewürdigt:

Kulturgüter, die „unproduktiv im Stift herumliegen“

Die wirtschaftliche Notlage in der Zwischenkriegszeit veranlasste die österreichischen Klöster zum Verkauf von mittelalterlichen Handschriften, alten Drucken und Kunstgegenständen. Für so manchen Abt war der ideelle Wert diese Kulturgüter gering.

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