Aus Archiven, Bibliotheken und Sammlungen

Abschied von Maria Kirchental

Die Zeitschrift der Herz-Jesu-Missionare „Kontakte“ berichtet in der Ausgabe vom April 2018 über die Niederlassung des Ordens an der Wallfahrtskirche Maria Kirchental (im Salzburger Pinzgau). Anlässlich des Weggangs des dortigen Kirchenrektors P. Karl Unger wird dessen Bemühen um die Erhaltung dieses wichtigen österreichischen Kulturdenkmals gewürdigt:

Kulturgüter, die „unproduktiv im Stift herumliegen“

Die wirtschaftliche Notlage in der Zwischenkriegszeit veranlasste die österreichischen Klöster zum Verkauf von mittelalterlichen Handschriften, alten Drucken und Kunstgegenständen. Für so manchen Abt war der ideelle Wert diese Kulturgüter gering.

Bemerkenswerte Funde im Depot

Bei den Schwestern vom Göttlichen Erlöser in Wien haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte viele Dinge in den Depoträumen angesammelt. Fein säuberlich verwahrt erzählen sie von ehemaligen Standorten und Werken der Schwesterngemeinschaft. Bei der genauen Durchsicht und der Bestandsaufnahme durch das Referat für die Kulturgüter der Orden sind bemerkenswerte Architektur- und Dekorationszeichnungen zum Vorschein gekommen, die aus dem ehemaligen Maleratelier stammen und dem Architekten Franz Schmoranz (1845-1892) zugeschrieben werden können.

Neues Leben in alten Gemäuern

Missionshaus St. Gabriel, ehemaliges Refektorium

Die Steyler Missionare bewohnen seit fast 130 Jahren ein 30.000 m2 großes Areal in Maria Enzersdorf im Süden von Wien. Ursprünglich gegründet um in die Welt hinauszugehen und anderen Kulturen zu begegnen, haben sich die Zeiten geändert. Die älteren Ordensbrüder sind aus den Missionsländern heimgekehrt um ihren Lebensabend in „St. Gabriel“ zu verbringen. Doch das Ordenshaus ist für 45 Ordensmänner viel zu groß geworden. So hat die Gemeinschaft voller Offenheit und Mut mit einem Immobilienfond ein außergewöhnliches Nutzungskonzept entwickelt. Nun kommt die Welt nach St. Gabriel!

Auf einen Blick - das Archiv von St. Peter in Zahlen

Gerald Hirtner bei der Ordensarchivtagung 2014 in St. Peter

Seit zehn Jahren ist Gerald Hirtner, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Ordensarchive, nun schon Archivar in der Erzabtei St. Peter. Er hat sein Amtsjubiläum zum Anlass genommen, die Bilanz seiner Tätigkeit in Zahlen darzustellen. Natürlich ist sehr vieles in der archivischen und historischen Arbeit nicht quantifizierbar, die wissenschaftlichen und organisatorischen Leistungen bei der Betreuung und Bearbeitung eines so bedeutenden Archivs wie jenes der Erzabtei St. Peter lassen sich nicht messen.

Wer singt, betet doppelt

Chorgebet in Göttweig, Foto: Klösterreich

Musik war immer schon Teil des Betens und Feierns. Die qualitätvolle musikalische Gestaltung der Chorzeiten und der Gottesdienste hat besonders in Österreichs Stiften eine große Tradition. Daher sind auch ihre Musikarchive besonders reich und kostbar. Der Erforschung der klösterlichen Musiksammlungen in Niederösterreich widmet sich nun ein Projekt an der Donau-Universität in Krems.

Gefunden

Bernhard Rameder und Daniel Frey mit dem gefundenen Inventar

Im Stiftsarchiv von Göttweig ist verschollen Geglaubtes wieder gefunden und Gestohlenes zurückgegeben worden.

Von einem Sensationsfund berichtet die Zeitschrift des Benediktinerstiftes Göttweig, der „Göttweiger“, in seiner aktuellen Ausgabe. In historischem Aktenmaterial im Münzkabinett fand der Historiker Thomas Wallnig ein Inventar der barocken Göttweiger „Kunst- und Naturalienkammer“.

Stiftsarchiv Schlägl renoviert und erweitert

H. Petrus Bayer, Stiftsarchivar in Schlägl, aus: Lumen 2017

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift des Prämonstratenserstiftes Schlägl, „Lumen“, berichtet Stiftsarchivar H. Petrus Bayer: „In den letzten Monaten wurde das Stiftsarchiv einer gründlichen Renovierung und Erweiterung unterzogen. Die Archivalien des Stiftes Schlägl aus acht Jahrhunderten sind nun in vier großzügen Magazinräumen untergebracht, die teilweise mit modernen Verschubregalsystem ausgestattet sind, sodass dsa Archiv auch für die Überlieferung der nächsten Generationen genügend Platz bietet.

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