Aus Archiven, Bibliotheken und Sammlungen

Neuigkeiten zur Geschichte Klosterneuburgs

Michael Grall, Julia Anna Schön, Edith Kapeller, Sabine Miesgang

Auf der Suche nach noch Unbekannten in der Gründungsgeschichte des Augustiner-Chorherrenstiftes Klosterneuburg befinden sich derzeit vier junge Wissenschaftler. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht der Klostergründer, der Babenberger Leopold III. Seiner Person ist im Stift eine reiche bildliche und literarische Überlieferung gewidmet. Dazu gehörén der berühmte Babenberber-Stammenbaum, ein acht Meter breites und vier Meter hohes Gemälde, das man im Stiftsmuseum bestaunen kann, ebenso wie die Babenberger-Genealogie von Ladislaus Sunthaym, die im 15.

Einblicke in Heiligenkreuz

Am 17. und 18. Oktober hat das Institut für Zisterzienserforschung in Stift Heiligenkreuz eine wissenschaftliche Tagung über die „Religiöse Volkskunde in den österrreichischen Prälatenklöstern in der Frühen Neuzeit“ abgehalten. Es ging um Gebräuch und Rituale in den Klöster, liturgische wie weltliche. Der Stiftsarchivar des Hauses, P. Alkuin Schachenmayer referierte über das Zeremoniell bei der bischöflichen Visitation und dem Ablauf der Fußwaschung am Gründonnerstag im Kloster.

Erfinder der modernen Krankenpflege: Barmherzige Brüder

Dass der Hospitalorden des Heiligen Johannes von Gott mit seinen innovativen Methoden eine wichtige und noch ungewürdigte Rolle in der Medizingeschichte spielt, war eines der Ergebnisse einer Konferenz, die am  21. Oktober 2017 in Linz stattfand. Die Barmherzigen Brüder hatten zu einer Tagung zur Geschichte der „Germanischen Provinz“ des Ordens geladen. Bis 1780 umfasste die Provinz die Niederlassungen in den deutschen Fürstentümern und in der Habsburgermonarchie. Die Veranstaltung widmete sich letzteren.

Defensio von Maximilian Alexander Trofaier

Maximilian Alexander Trofaier

Am 25. Oktober 2017 präsentierte Maximilian Alexander Trofaier, Stftsarchivar der Abtei Unserer Lieben Frau zu den Schotten, in seiner Defensio seine Doktorarbeit zum Thema „Der Konvent des Wiener Schottenstiftes im Mittelalter. Prosopographische Studien zu einem Professbuch (1155-1418)“.

Wie mache ich eine Bibliographie?

Wer etwas über Geschichte und Kultur eines Kloster wissen will - und zwar mehr, als auf Wikipedia steht - der greift zu einem Buch. Aber über zahlreiche Klöster und Ordensgemeinschaften ist schon so viel geschrieben worden, dass es nicht leicht ist, das Buch zu finden, dass am besten die gesuchten Informationen liefert. Es ist daher besonders hilfreich, wenn ein Kloster oder ein Orden eine Liste aller Bücher und Artikel veröffentlicht, die über seine Geschichte geschrieben worden ist, sodass man schnell findet, was man sucht.

Ein Fest für die Bibliothek

Dankfest in der Stiftsbibliothek St. Florian (Foto: Stift St. Florian)

Zu einem großen Dankesfest wurden am Freitag, 29. September 2017 die Unterstützer der Restaurierungsarbeiten der Bibliothek ins Stift St. Florian geladen. Propst Johann Holzinger und Stiftsbibliothekar DDr. Karl Rehberger durften zahlreiche Freunde des Hauses und Größen aus Wirtschaft und Kultur im Marmorsaal des Stiftes begrüßen. Bei einem bunten Programm wurde den Gästen das Projekt der Restaurierung noch einmal nähergebracht.

Reisende Mönche zu Napoleons Zeiten

Erzabt Korbinian Birnbacher ist Herausgeber von "Die letzte Grand Tour". (Foto: Erzabtei St. Peter/hg)

Zwei Salzburger Benediktiner besuchten zu Napoleons Zeiten Papst Pius VII. sowie Königin Karolina. Spannende Einblicke in das Leben des frühen 19. Jahrhunderts verspricht ein mehr als 1.000 Seiten umfassendes Werk, das St. Peters Erzabt Korbinian Birnbacher herausgegeben hat. Darin zu lesen sind die – erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglichen – Erfahrungen der beiden Salzburger Benediktinermönche Albert Nagnzaun und Alois Stubhahn im Italien des 19. Jahrhunderts.

Buchrestaurierung bei den Jesuiten

Buchrestaurierung bei den Jesuiten

„Am internationalen Tag des Buches, dem 23. April, präsentierte das Provinzarchiv der Jesuiten sein jüngstes Projekt: die Do-it-yourself-Bücherrestaurierung. Über 7.000 Bücher aus dem 16.-18. Jahrhundert bewahrt die Archivbibliothek des Jesuitenarchivs, viele davon von Jesuiten aus der Alten Gesellschaft geschrieben, als die Österreichische Provinz von Passau bis Rumänien und von Nordböhmen bis an die Adria reichte.

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