Benediktiner feiern 125 Jahre Weltkonföderation

Quelle: füreinander 1/2018

Die Benediktiner sind im eigentlichen Sinn kein Orden - man kann nicht in den Orden eintreten, sondern nur in ein ganz konkretes Kloster. Aber schon immer haben die Klöster den Austausch gesucht und sich zusammengeschlossen. Diese Zusammenschlüsse (Kongregationen) sind regional für eines oder mehrere Länder. Die österreichische Benediktinerkongregation gehört aber mit 18 anderen Kongregationen der weltweiten Konföderation der Benediktiner an. Gegründet wurde die Konföderation im Jahr 1893 unter Papst Leo XIII. Als Sitz des Abtprimas und Zentrum der Konföderation wurde die Abtei Sant‘Anselmo auf dem römischen Aventin erbaut.

Höhepunkt der Jubliäumsfeiern war die Privataudienz der Hausgemeinschaft und der Hochschule von Sant‘Anselmo bei Papst Franziskus im April diesen Jahres. Der Papst sagte in seiner Ansprache, es bestünde kein Gegensatz zwischen kontemplativer Lebensweise und dem Einsatz für andere. „Anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums der Benediktinischen Konföderation ermutige ich euch, dieses wichtige Werk für Kirche und Welt fortzusetzen.“ So berichtet die Zeitschrift der Österreichischen Benediktiner „füreinander“. Der Berichterstatter schließt seinen Beitrag mit kritischen Bemerkungen und fragt, ob überkommene Lebensformen vielleicht auch manchmal daran hindern, neue Wege zu gehen.

Weltweit gibt es rund 400 Benediktinerklöster mit ca. 6.500 Mönchen. Abtprimas ist zur Zeit der Amerikaner Gregory Polan OSB von der Conception Abbey in Missouri.

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