Bestandserhaltung

Thesenblätter-Sammlung erweckt Aufmerksamkeit

Das Kloster der Salesianerinnen am Rennweg in Wien beherbergt eine umfassende Sammlung barocker Thesenblätter, die wohl zu einer der bedeutendsten ihrer Art gehört. Thesenblätter waren in der Barockzeit gedruckte Ankündigungen gelehrter Dispute, meist die Verteidigung der Thesen eines Doktoranden. Sie waren mit oft sehr künstlerischen und eindrucksvollen Bildern geschmückt und wurden daher gerne als Dektorationsstücke gerahmt und aufgehängt.

Was tun, wenns brennt?

Das größte Unglück in einem Archiv oder einer Bibliothek ist nicht ein eingetretener Notfall wie ein Brand oder ein Wasserrohrbruch, sondern chaotisches oder verspätetes Handeln der Verantwortlichen in einer solchen Notsituation. Das schreibt Larissa Rasinger, Mitarbeiterin im Archiv des Schottenstifts, in einem eben erschienen Artikel in den Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden.

Sorgsamer Umgang mit Vasa Sacra

Das Referat für die Kulturgüter der Orden unterstützt durch fachkundige Beratung beim Erhalt der Vasa Sacra. Neben dem materiellen Wert haben liturgische Geräte auch Bedeutung für die Kultur- und Kirchengeschichte.
Im Laufe der Zeit können durch den Gebrauch Schadensbilder auftreten, wie Abrieb der Vergoldung, Kratzer, Verformungen oder Lockerung der Verbindungen. Hier wird an richtige Fachpersonen und Restauratoren verwiesen, die das behutsame Zerlegen von Kelch oder Ziborium beherrschen, Reparaturen und Neuvergoldungen durchführen können.

Der katholische Bund im Sack

Abegg-Stiftung

Im Jahr 1586 schlossen sich in der Schweiz die sieben katholisch gebliebenen Orte der Alten Eidgenossenschaft in einem Bund zusammen und verpflichteten sich, am alten Glauben festzuhalten. Der „katholische Bund“ wurde natürlich mit Brief und Siegel befestigt. Und für diese Urkunde hat man ein eigenes Leckersäckchen, geziert mit den Wappen der sieben Schweizer Orte, angefertigt - eine kleine, aber feine Rarität in der Geschichte der Archive.

Buchrestaurierung bei den Jesuiten

Buchrestaurierung bei den Jesuiten

„Am internationalen Tag des Buches, dem 23. April, präsentierte das Provinzarchiv der Jesuiten sein jüngstes Projekt: die Do-it-yourself-Bücherrestaurierung. Über 7.000 Bücher aus dem 16.-18. Jahrhundert bewahrt die Archivbibliothek des Jesuitenarchivs, viele davon von Jesuiten aus der Alten Gesellschaft geschrieben, als die Österreichische Provinz von Passau bis Rumänien und von Nordböhmen bis an die Adria reichte.

Wie richtet man Archive und Bibliotheken ein?

Wenn man ein neues Archiv oder neue Bibliotheksräume einzurichten hat, dann gibt es viel zu überlegen, zu planen und zu entscheiden. Welche Räume im Haus sind dafür am besten geeignet? Welcher Bodenbelag soll gewählt werden? Welche Regale sind zu empfehlen? Wie viel Platz wird benötigt und wie berechnet man das Stellvolumen? Welche Arbeiten werden in Archiv und Bibliothek anfallen und wie gestalte ich Arbeits- und Benützerplätze? Wie sollen die Lichtverhältnisse sein? Wie sichere ich gegen Brand und andere Notfälle?

Jö, eine Meerjungfrau

Mittelalterliche Urkunden mit anhängenden Wachssiegeln zeigt man gern in Ausstellungen. Das dachten wir uns auch im Stift Herzogenburg. Am Vorabend des Reformationsjubiläums wollten wir den „Herbst des Mittelalters“ im Stiftsmuseum zeigen und entschieden uns, auch eine Reihe von spätmittelalterlichen Seelgeräten, also mittelalterlichen Stiftungen für das Totengedenken, auszustellen. Leider zeigte sich, dass die Siegel im Lauf der Jahrhunderte Staub und Schmutz angelegt hatten.

Neues Kunstdepot der Kreuzschwestern Linz

Als die Mitarbeiterin des Kunstreferats der Diözese Linz, Frau Mag. Eva Voglhuber, vor über fünf Jahren gebeten wurde, ein Inventar der Kulturgüter der Kreuzschwestern in Linz zu erstellen, da ahnte man noch nicht, welche Schätze dabei zu Tage treten sollten. Das Inventar war 2011 fertig und wurde feierlich übergeben, wir berichteten.

Restaurierung der Stiftsbibliothek St. Florian

Stiftsbibliothek St. Florian

Im Augustiner-Chorherrenstift St. Florian ist die Restaurierung der Stiftsbibliothek geplant. „Bevor wir jetzt so richtig losstarten können, ist es erst einmal wichtig, den genauen Zustand der Bibliothek und der einzelnen zu restaurierenden Objekte zu erheben“, erläutert Stiftsbibliothekar Prof. Karl Rehberger gegenüber der Stiftszeitung FLORinside in der neusten Ausgabe (Mai 2015). Restauriert werden die Holzregale, das Deckenfresko und die Bücher.

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