Der Abt und der Reformator

Staupitz, Luther und Salzburg in den Jahren 1517–1524

Aus Anlass des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ findet von 5. bis 6. Mai 2017 in der Erzabtei St. Peter in Salzburg die internationale Tagung „Staupitz, Luther und Salzburg in den Jahren 1517–1524“ statt.
Der gebürtige Sachse Johann von Staupitz (1465–1524) war im Orden der Augustiner Eremiten Vorgesetzter des jungen Martin Luther, wurde sein Lehrer und Förderer und blieb bis zu seinem Tod sein väterlicher Freund. Staupitz wurde als Prediger nach Salzburg berufen und war in seinen letzten drei Lebensjahren Abt des Benediktinerklosters St. Peter.
Die Tagung bietet ein dichtes interdisziplinäres Programm mit 15 Vorträgen aus Geschichte, Theologie, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften. Eine Neubewertung der Frömmigkeitstheologie des Johann von Staupitz gibt einen faszinierenden Blick frei auf eine Welt im Umbruch. Dem ökumenischen Gedanken der Gegenwart liefert sie wichtige Impulse. Die theologischen Beiträge der Tagung werden in einen regional- bzw. kulturhistorischen Kontext eingebettet.
Die Tagung wurde von Univ.-Prof. DDr. Rudolf Leeb, Professor für Evangelische Kirchengeschichte an der Universität Wien, und Dr. Gerald Hirtner, Historiker und Archivar in der Erzabtei St. Peter, vorbereitet. Veranstalter sind die Erzabtei St. Peter, die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Wien, die Superintendenz A.B. Salzburg und Tirol, die Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich und die Ordensgemeinschaften Österreich. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung an archiv@erzabtei.at wird gebeten.

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