Die Zwillingsschwester Maria Theresias

300 Jahre Salesianerinnen in Wien

Die Schwestern des ältesten Frauenklosters in Wien, die Salesianerinnen, öffnen zum Fest ihres 300-Jahre-Jubliläums ihre Pforten und gewähren einen einmaligen Einblick in ihr stilles Klosterleben. Das letzte Mal wurde die strenge Klausur der Salesianerinnen vor 50 Jahren, zum 250. Geburtstag des Klosters, für die Festgäste aufgehoben. Die rare Möglichkeit, das Kloster der Heimsuchung Mariens am Rennweg in Wien, ein wunderbarer Barockbau, zu besuchen, sollte man also unbedingt wahrnehmen.

Der Grundstein für das Heimsuchungskloster wurde am 13. Mai 1717 gelegt, das war der Tag, an dem die spätere Kaiserin Maria Theresia geboren worden ist, die das Kloster darum gerne als ihre „Zwillingsschwester“ bezeichnete. Am 13. Mai 2017 wird in der Salesianerinnenkirche mit einer Festmesse gefeiert. Es besteht die Möglichkeit, einen persönlichen Segen mit der Herz-Reliquie des Heiligen Franz von Sales, dessen 450. Geburtstag heuer ebenfalls gefeiert wird, zu erhalten. Anschließend lädt der Verein der Freunde der Salesianerinnen zu einem Sommerempfang im Ehrenhof ein.

Am Sonntag, den 14. Mai, gibt es dann von 14.00 bis 17.00 Uhr die Möglichkeit, in Stille einige Räume innerhalb der Klausur des Klosters kennenzulernen. Die Schwestern werden die BesucherInnen begleiten. In größeren Raumen wie dem Refektorium und der Assemblé (Versammlungsraum) sind Stationen mit Lesungen und Musik geplant. Die Salesianerinnen nennen die Veranstaltung „einen spirituellen Nachmittag“: Man wird also nicht nur die Architektur und künstlerische Ausstattung des Klosters bewundern können, sondern auch ein klein wenig die Stille und Tiefe des klösterlichen Lebens erahnen dürfen.

 

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