Ein großes Fest zum Abschied von Helga Penz

Am 18. Jänner 2019 fand im Stift Herzogenburg anlässlich des Abschieds von Helga Penz ein großer Festakt statt. Die Feier begann mit einer Begrüßung durch Prälat Maximilian Fürnsinn CanReg, Propst des Stiftes Herzogenburg und langjährigen Arbeitgeber von Helga Penz, sowie durch die zu verabschiedene selbst. Der feierliche Gottesdienst in der barocken Stiftskirche Herzogenburg wurde von Propst Maximilian Fürnsinn zelebriert. Als Konzelebranten waren anwesend: Abtpräses Christian Haidinger OSB, Altbischof Maximilian Aichern OSB, Erzabt Korbinian Birnbacher OSB, P. Prior Maximilian Schiefermüller OSB, Stiftsdechant Petrus Stockinger CanReg, Herr Ulrich Mauterer CanReg, P. Erhard Rauch SDS, P. Henrik Damjanovic OCist, P. Friedrich Höller OCist und P. Peter van Meijl SDS. Sie gaben dem Gottesdienst, ebenso wie die von Helga Penz ausgewählten Texte, eine besondere persönliche Note. Für die stimmungsvolle musikalische Gestaltung sorgten Direktorin Susanne Smatrala mit einem Team aus den Mary Ward Schulzentren Krems und St. Pölten sowie Stiftsorganist Otto Klimek. Die Lesung wurde von Mag. Karin Mayer, Nachfolgerin von Helga Penz als Referatsleiterin, gehalten.

Die besonderen Fürbitten, die Helga Penz persönlich zusammengestellt hat, möchten wir an dieser Stelle wiedergeben:
• Für alle Ordensleute und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kulturwerte pflegen und Ordenskultur vermitteln: dass sie Freude in ihrem Dienst und Förderung durch ihre Gemeinschaften erfahren. Christus, erhöre uns.
[Peter Bohynik, Generalsekretär der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs und Büroleiter]
• Für alle Archivarinnen und Archivare, die den Zeugnissen der Vergangenheit eine Zukunft geben: dass ihr Dienst am Gedächtnis der Gesellschaft dazu beiträgt, dass wir mit Besonnenheit auf unseren Weg zurückblicken und so mit Bedacht unsere Entscheidungen für die Zukunft treffen. Christus, erhöre uns.
[Daniela Köder, Leiterin des Begegnungszentrums Quo Vadis?]

• Für alle Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die das Wissen im geschriebenen Wort bewahren und zugänglich machen: dass sie ihre Arbeit in den Dienst der Erkenntnis und eines kritischen Bewusstseins stellen. Christus, erhöre uns.
[Rudolf Luftensteiner, Leiter des Bildungsreferats der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs und der Vereinigung der Frauenorden Österreichs]
• Für alle Kustodinnen und Kustoden, die Sorge tragen für die vielfältigen Objekte der Kunst, der Naturgeschichte und menschlicher Erfindungsgabe: dass aus ihrer Tätigkeit Freude an der Vielfalt des Schönen und das Verstehen um die Zusammenhänge in der Welt erwächst. Christus erhöre uns.
[Maria Habersack, Geschäftsführerin der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs]
• Für alle KirchenpädagInnen und KulturvermittlerInnen, die Menschen einen Zugang zu Kulturwerten eröffnen: dass ihr Wirken fruchtbar wird im Staunen, im Begreifen und in einem lebendigen Dialog. Christus, erhöre uns.
[Irene Kubiska-Scharl, Fachreferentin für Archive und Bibliotheken im Referat für die Kulturgüter der Orden]
• Für alle unsere Verstorbenen, die am Kulturauftrag der Kirche und der Gesellschaft mitgewirkt haben: dass sie Frieden finden im Glanz Deiner Schönheit und Dich dereinst schauen von Angesicht zu Angesicht. Christus, erhöre uns.
[Sr. Ruth Pucher MC, Oberin der Missionarinnen Christi und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kirchenpädagogik des Referats für die Kulturgüter]

Anschließend fand im Pfarrzentrum ein Festvortrag von Christoph Kürzeder (Direktor des Diözesanmuseums Freising) statt. Er berichtete in seinem lebendigen Vortrag über das Kloster Beuerberg in Bayern und dessen Nachnutzung nach dem Auszug der letzten Ordensschwestern im Jahr 2014.


Das große Engagement von Helga Penz für die Ordenslandschaft und ihr unermüdlicher Einsatz für die Bewahrung des Kulturerbes der Orden wurden danach in zwei Laudationes gewürdigt. Gehalten wurden sie von Abtpräses em. Christian Haidinger, Vorsitzender der Superiorenkonferenz und von Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden. Beide fanden sehr persönliche Worte des Dankes und der Wertschätzung für Helga Penz: Abt Christian erzählte von seinen ersten Kontakten mit Helga Penz und sprach ihr ein „ganz großes Vergelt´s Gott“ aus. Sr. Beatrix Mayrhofer würdigte Helga Penz als „eine Gedächtnishilfe, als ein lebendiges Lese-Zeichen im weitesten Sinne“!

Zum Weiterlesen:
https://www.ordensgemeinschaften.at/artikel/4616-die-kaempferin-gegen-das-vergessen-zum-abschied-von-helga-penz

[iks]

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