Ein Jubiläum mit neuem Anstrich

Graz, Dreifaltigkeitskirche

Rechtzeitig zum 175-Jahr-Jubiläum der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis (Grazer Schulschwestern) wurde die Sanierung der Kirchenfassade fertiggestellt. Der lachsfarbene Anstrich der alten Fassade bestand erst seit 1980 und entsprach nicht der ursprünglichen Farbigtkeit. Durch intensive Recherchen und Untersuchungen des Bundesdenkmalamts konnte die barocke Fassung - zwei verschiedene Weißtöne - rekonstruiert werden. Die helle Farbigkeit der neurestaurierten Fassade lässt die Kirche wahrlich erstrahlen. Freigelegt wurde unter einer Zementschicht auch der ursprüngliche Sandsteinsockel. Ebenso wiederhergestellt werden konnten Inschriften, Strahlenkränze am Figurenschmuck und andere Details mehr. Die älteste hochbarocke Fassade von Graz ist mit dieser Renovierung zu einem Glanzstück im Stadtbild geworden (Bericht in „Unterwegs. Zeitschrift der Franziskanerinen von der Unbefleckten Empfängnis“ Nr. 9, Juli 2018).


Graz, Dreifaltigkeitskirche, Foto: Unterwegs 9, Juli 2018

Die Kirche „Zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit“ wurde im Jahr 1700 geweiht und war ursprünglich die Ordenskirche der Ursulinen. Im Jahr 1900 übergaben die Ursulinen den gesamten Baukomplex mit Kirche, Kloster und Schule den Grazer Schulschwestern. Während besonders die Schule auch baulich den Ansprüchen immer wieder angepasst wurde, ist die Dreifaltigkeitskirche bis heute unverändert erhalten geblieben und hat nun auch ihr orginales Kleid wieder erhalten. Und dies rechtzeitig zum 175-Jahr-Jubiläum der Grazer Schulschwestern. Am 29. September 1843 wurden die ersten sechs Frauen, die als Lehrerinnen an einer Mädchenschule unter der Leitung der Gründerin Antonia Maria Lampel arbeiteten, eingekleidet. Es war eine franziskanische Drittordensgründung wie viele in dieser Zeit, die anfänglich nur eine befristete Verweildauer in der Schwesterngemeinschaft vorsah und sich zu einem Institut des geweihten Lebens entwickelte.

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