Mutter Maria Agnes Fabianek OCist. (1941-2015)

Mutter Maria Agnes Fabianek

In der Nacht zum 18. Jänner 2015 ist die ehemalige Äbtissin und Klosterarchivarin von Mariastern-Gwiggen und Priorin von Helfta still entschlafen.
1961 trat sie in die Zisterziennerinnenabtei Mariastern-Gwiggen in Vorarlberg ein und wurde schon nach sieben Jahren im Kloster zur damals jüngsten Äbtissin der Welt gewählt. In den folgenden 37 Jahren gelang es ihr, in Mariastern eine lebendige junge Gemeinschaft zu bilden – auch durch Neueintritte zahlreicher junger Frauen aus ihrer niederösterreichischen Heimat, wo 1982 das Tochterkloster Marienfeld eingeweiht wurde. Ihr erste Aufgabe: Die Umgestaltung der Klosterkirche entsprechend den Anforderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Auch im Zisterzienserorden übernahm Mutter Agnes wichtige Funktionen. So arbeitete sie jahrzehntelang in einer Kommission mit, die sich für die geistliche Erneuerung des Ordens und die vermehrte Teilnahme der Nonnen an dessen Leitung einsetzte. Als sie nach 37 Jahren Amtszeit 2005 die Leitung des Klosters in jüngere Hände legte, übernahm sie den Aufbau des Klosterarchivs, den sie mit viel Freude und Begeisterung vornahm. Sie suchte den Kontakt mit anderen OrdensarchivarInnen und nahm regelmäßig an den Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft der Ordensarchive teil. Selbst als sie 2009 als Priorin von Helfta in die Lutherstadt Eisleben gerufen wurde, erbat sie weiterhin die Zusendungen des Referats für die Kulturgüter der Orden. Die Bewahrung des kulturellen Erbes blieb ihr ein Anliegen. Wir behalten Sr. Maria Agnes als wache, interessierte und stets heiter-gelassene Ordensfrau und Klosterarchivarin in Erinnerung. Sie wird uns sehr fehlen.

Helga Penz

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