Nachrichten aus den Orden

Schriften aus österreichischen Klöstern werden UNESCO-Kulturerbe

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, tritt für die Erhaltung von Kulturgütern ein, die ein wichtiges Erbe der Menschheit darstellen. Ein besonderes Programm, genannt „Memory of the World“, stellt schriftliche Dokumente unter besonderen Schutz.

Ein Jubiläum mit neuem Anstrich

Graz, Dreifaltigkeitskirche

Rechtzeitig zum 175-Jahr-Jubiläum der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis (Grazer Schulschwestern) wurde die Sanierung der Kirchenfassade fertiggestellt. Der lachsfarbene Anstrich der alten Fassade bestand erst seit 1980 und entsprach nicht der ursprünglichen Farbigtkeit. Durch intensive Recherchen und Untersuchungen des Bundesdenkmalamts konnte die barocke Fassung - zwei verschiedene Weißtöne - rekonstruiert werden. Die helle Farbigkeit der neurestaurierten Fassade lässt die Kirche wahrlich erstrahlen.

Benediktiner feiern 125 Jahre Weltkonföderation

Quelle: füreinander 1/2018

Die Benediktiner sind im eigentlichen Sinn kein Orden - man kann nicht in den Orden eintreten, sondern nur in ein ganz konkretes Kloster. Aber schon immer haben die Klöster den Austausch gesucht und sich zusammengeschlossen. Diese Zusammenschlüsse (Kongregationen) sind regional für eines oder mehrere Länder. Die österreichische Benediktinerkongregation gehört aber mit 18 anderen Kongregationen der weltweiten Konföderation der Benediktiner an. Gegründet wurde die Konföderation im Jahr 1893 unter Papst Leo XIII.

Didacus Sudy OFM (1949-2018)

Didacus Sudy OFM (1949-2018)

Wir betrauern das Hinscheiden eines Franziskanerarchivars und -bibliothekars von Format, Fr. Didacus. Am 1. August 1931 in Unterauersbach (Stmk.) geboren, trat Br. Didacus 1949 in Maria Lankowitz in das Noviziat ein und legte 1953 die feierliche Profess ab. Seine Mitbrüder schreiben in seinem Nachruf: „Seine besondere Liebe gehörte der alten Klosterbibliothek mit ihren kostbaren Schätzen, für die er einen digitalen Katalog anfertigen ließ.

Alles, was uns heilig war?

Abt Reinhold Dessl, Judith Wimmer, Ines Weber, Klaus Birngruber, Petrus Bayer

Unter diesem Motto veranstaltete der Verein für Linzer Diözesangeschichte www.dioezesangeschichte.at am 28. September 2018 ein kleines Symposium über Reliquienverehrung in Geschichte und Gegenwart. Unter den Referenten war auch Herr Petrus Bayer vom Stift Schlägl, Stiftsarchivar und –bibliothekar und ein promovierter Historiker. Er sprach über Heiligenverehrung und Reliquienkult in der Neuzeit und brachte einige interessante Beispiele aus seinem Heimatkloster.

Harald R. Ehrl CanReg. neuer Kustos in St. Florian

In der jüngsten Ausgabe des Magazins des Stiftes St. Florian (FLORinside Nr. 17, 2018) stellt sich Harald R. Ehrl CanReg. als neuer Kustos seines Hauses vor. Im Kapitelrat war beraten worden, wer die Nachfolge des verstorbenen Karl Rehberger antreten und die Sorge für Archiv, Bibliothek und Kunstsammlungen übernehmen sollte. Die Kapitelräte betrauten ihren Mitbruder Harald R. Ehrl mit dieser Aufgabe.

Steuern für die Abtwahl - und wie man sie vermied

Der Archivar und Sammlungskustos des Stiftes Zwettl, Andreas Gamerith, stößt bei der Inventarisierung des kulturellen Erbes in seinem Haus immer wieder auf Besonderheiten. Jüngst entdeckte er ein Schriftstück, das eine „Anleitung zum Fälschen des Inventars für die Abtwahl 1776“ enthält.

Was tun, wenns brennt?

Das größte Unglück in einem Archiv oder einer Bibliothek ist nicht ein eingetretener Notfall wie ein Brand oder ein Wasserrohrbruch, sondern chaotisches oder verspätetes Handeln der Verantwortlichen in einer solchen Notsituation. Das schreibt Larissa Rasinger, Mitarbeiterin im Archiv des Schottenstifts, in einem eben erschienen Artikel in den Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden.

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