Ordensgemeinschaften laden zu historischen Fachtagungen

In der Erzabtei von St. Peter widmet sich die Internationale Tagung Benediktiner als Päpste (19.-21. Oktober 2016) den benediktinisch geformten Mönchen, die zu Päpsten gewählt worden sind und die Geschicke der Christenheit an deren Spitze in Mittelalter und Neuzeit bestimmt haben. Welches Amtsverständnis hatten diese Mönchspäpste? Wie wirkte sich ihre monastische Prägung auf die konkrete Lebens- und Liturgiegestaltung, auf Amtsführung und Pontifikatsprofil, Leitung der Kurie und Lenkung des Kardinalskollegs, Kirchenpolitik und -reform aus? Wie agierten die Mönchspäpste in Rom, im Kirchenstaat, in Italien und Europa und darüber hinaus? Welche Memoria ist ihnen zuteil geworden? Mit diesen Fragestellungen trägt die Tagung auch einem neuen öffentlichen Interesse an Papstgeschichte Rechnung, das nicht zuletzt mit den Päpsten Benedikt XVI. und Franziskus verbunden ist.

Aus Anlass des Gründungsjubiläums des Dominikanerordens wird das alljährlich stattfindende Isnard Frank-Kolloquium heuer (27.-29. Oktober 2016) das Verhältnis von Schriftauslegung und Predigt im Laufe der 800 Jahre des Bestehens des Ordens beleuchten. Dabei soll aus verschiedenen Blickwinkeln aufgezeigt werden, welche Stellung das Bibelstudium im Predigerorden in den verschiedenen Epochen einnahm, wie das Verhältnis zwischen exegetischen und bibeltheologischen Studien einerseits und der Verkündigungspraxis andererseits aussah oder inwiefern die dominikanische Predigt auf exegetischer Grundlage basierte.

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