Ordensjubiläen 2019

875 Jahre Stift Altenburg

Im kommenden Jahr feiern folgende Ordensgemeinschaften ein Jubiläum oder begehen ein Gedenken:
Vor 875 Jahren übergab Gräfin Hildburg von Poigen das von ihr gestiftete Benediktinerkloster Altenburg dem Bischof von Passau. 1144 gilt damit als Gründungsjahr von Altenburg und ist zugleich auch das Todesjahr der Stifterin. Die ersten Mönche des neuen Klosters kamen vom Stift St. Lambrecht.
Vor 850 Jahren verstarb der dritte Propst des Augustiner Chorherrenstifts. Gerhoch von Reichersberg (1132-1169) war ein bedeutender Theologe, Schriftsteller und Kirchenpolitiker, er reformierte das Kloster und gründete einen Konvent für Chorfrauen.
Vor 775 Jahren übersiedelten die Augustiner Chorherren von St. Georgen, einem Ort nahe Traismauer an der Mündung der Traisen in die Donau, nach Herzogenburg. Die Verlegung von 1244 erfolgte aufgrund dauernder Überschwemmungsgefahr. Das damals schon weit über 100 Jahre alte Kloster St. Georgen heißt seitdem Stift Herzogenburg.
Vor 400 Jahren starb der Hl. Laurentius von Brindisi (1559-1619), der seit 2007 Provinzpatron der Kapuzinerprovinz von Österreich ist. Er hat das erste Kapuzinerkloster in Wien gegründet und war Generalminister des Ordens.1959 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben.
Vor 375 Jahren wurde im Benediktinerstift Admont das Stiftsgymnasium gegründet. Es hat seine Wurzeln in einer Lateinschule und einem Konvikt, welche von Abt Urban Weber (reg.1628-1658) zur Förderung des Nachwuchses für das Kloster eingerichtet worden waren.
Vor 300 Jahren starb der französische Priester Johannes de La Salle (1651–1719). Er stiftete 1679 in Paris eine Schule, in der Buben unentgeltlich unterrichtet wurden. Mit den Lehrern gründete er 1684 die „Gemeinschaft der Brüder der christlichen Freischulen“, die 1725 als Kongregation päpstlich anerkannt wurde. Heute ist die Gemeinschaft unter dem Namen „Schulbrüder“ bekannt.
Vor 175 Jahren, im Jahr 1844, wurde mehrere, von Kaiser Joseph II. im 18. Jahrhundert aufgehobene Klöster wiedererrichtet: Das Wallfahrtskloster des Servitenordens in Maria Waldrast in Tirol war 1621 gegründet worden, es liegt am Fuß der Serles und ist eines der höchstgelegenen Klöster Europas. Das Karmelitenkloster in Graz bestand vor seiner Wiedererrichtung von 1628 bis 1789.
Neu gegründet wurde vor 175 Jahren von Kardinal Schwarzenberg, Erzbischof von Salzburg, die Niederlassung der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Schwarzach. 1844 wurde weiters die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom III. Orden des Hl. Franziskus in Troppau gegründet. Von dieser ersten Niederlassung verbreitete sich die Gemeinschaft in mehreren Diözesen im damaligen Österreich. 1844 legte auch die Selige Clara Fey mit ihren Gefährtinnen ihre Ordensgelübde ab, ihre Kongregation der Schwestern vom Armen Kinde Jesus wurde 1848 bischöflich und 1869 – vor 150 Jahren – päpstlich approbiert.
Vor 150 Jahren erfolgte auch die päpstliche Anerkennung der Gesellschaft des Hl. Franz von Sales, besser bekannt als Salesianer Don Boscos. Entstanden war der Orden aus der religiösen Vereinigung des Priesters Giovanni Bosco (1815–1888) zur Betreuung von Lehrlingen und jungen Arbeitern. 1869 wurde auch die sogenannte „Marienanstalt“ für arme Dienstmädchen in Wien von den Töchtern der göttlichen Liebe gegründet. Das Gedenken zum 125. Todesjahr der Gründerin der Gemeinschaft, Franziska Lechner (1833-1894), wird ebenfalls 2019 begangen.
Vor 100 Jahren mussten über 100 Benediktinerinnen aus Prag fliehen und fanden in der Burg Bertholdstein in der Steiermark ein neues Zuhause. 2008 musste das Kloster St. Gabriel aufgegeben werden, die klein gewordene Gemeinschaft schloss sich der Kongregation der Benediktinerinnen von der Hl. Lioba an und lebt heute in einem Kloster in St. Johann bei Herberstein.
Den 100. Geburtstag feiern zwei Frauenorden. Im Jahr 1919 wurde die Gemeinschaft der Frauen von Bethanien von P. Jacques van Ginneken SJ in den Niederlanden gründet. Ebenso feiert die Caritas Socialis (CS) ihr 100jähriges Bestehen. Sie wurde von Hildegard Burjan als geistliche Gemeinschaft von Frauen in der katholischen Kirche gegründet, um soziale Nöte aufzugreifen.
Vor 50 Jahren eröffneten die Zisterzienserinnen in Marienkron ihr Kneippkurhaus.

Karin Mayer und Helga Penz

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