Ordensjubiläen in Österreich 2017

300 Jahre Salesianerinnen in Wien

Den weitesten Blick zurück werfen heuer die Malteser: In der alten Heeres- und Pilgerstraße in Wien, heute Kärntnerstraße, stand bereits 1217 das erstmals urkundlich erwähnte „Haus der Prueder des Ordens von Sand Johannis“ und feiert daher in diesem Jahr das Jubiläum seines 800-jährigen Bestehens. Der Hl. Johannes der Täufer ist der Ordenspatron und auf dem Hochaltarbild der heutigen Malteserkirche an diesem Standort dargestellt.
Die franziskanische Familie erinnert sich heuer an die Trennung der Observanten von den Minoriten vor 500 Jahren. Im gleichen Jahr 1517 haben die Franziskaner Observanten das Minderbrüderkloster in Graz übernommen.
Eine große Tradition hat auch das Kloster des Ordens von der Heimsuchung Mariens (Salesianerinnen) in Wien: es wurde am Geburtstag der Kaiserin Maria Theresia am 13. Mai 1717 gegründet und begeht heuer das Jubiläum seines 300-jährigen Bestehens.
Vor 200 Jahren gründete der französische Priester Wilhelm Josef Chaminade die Marienbrüder oder Marianisten mit dem Ordenszweck für Unterricht und Erziehung.
Vor 175 Jahren unterstützte der Grazer Fürstbischof Zängerle das Bemühen der Grazer Lehrerin Antonia Maria Lampel, mit ihren Kolleginnen eine religiöse Gemeinschaft zum Zweck der Jugenderziehung (Grazer Schulschwestern) als dritten Orden des hl. Franziskus zu gründen und approbierte die Kongregation 1842.
Vor 150 Jahren gründete der Priester, Afrikamissionar und spätere Bischof von Khartum (Sudan) Daniel Comboni ein „Missionsinstitut für Afrika“, das 1885 in eine Kongregation umgewandelt wurde, die heutigen sogenannten Comboni-Missionare.
Vor 125 Jahren errichtete die Gesellschaft des Göttlichen Heiland ihre erste Niederlassung im deutschen Sprachraum in Wien: Ab 1892 wirkten junge Salvatorianer als Katecheten in Wien-Kaisermühlen. Im gleichen Jahr kamen auch die Schwestern von der Schmerzhaften Mutter erstmals nach Österreich. Ihre Gründerin Franziska Streitel war eine Vertraute des Gründers der Salvatorianer P. Jordan und sollte ursprünglich sogar einen weiblichen Zweig seines Ordens errichten.
Seit 1892 besteht der Orden der reformierten Zisterzienser in der heutigen Form, nach dem französischen Kloster La Trappe Trappistenorden genannt. Das einzige Kloster des Ordens in Österreich (Engelszell) hat nur mehr einen sehr kleinen, aus fünf Mibrüdern bestehenden Konvent.
Vor 125 Jahren wurde die Kongregation vom hl. Erzengel Michael als salesianisches Institut nach dem Vorbild Don Boscos gegründet.
Die Michaeliten feiern heuer auch den 175. Geburtstag ihres Gründers, des Salesianerpaters Bronislaw Markiewicz. Runde Geburtstage ihrer Ordensgründerinnen und -gründer feiern in diesem Jahr auch der Teresianische Karmel (475. Geburtstag von Johannes vom Kreuz), die salesianische Familie (450. Geburtstag von Franz von Sales), die Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä – Arnsteiner Patres (250. Geburtstag von Henriette Aymer de la Chevalerie) und die Salesoblaten (200. Geburtstag von Louis Brisson. Den 150. Todestag ihrer Gründerin Elisabeth Eppinger begehen die Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern).
Hier können die Ordensschulen (mit)feiern: Vor 325 Jahren gründeten die Serviten ihre Niederlassung in Volders in Tirol (Privates Oberstufenrealgymnasium St. Karl Volders), vor 275 Jahren errichteten die Englischen Fräulein (heute Congregatio Jesu) das Generalat ihres Ordens im niederösterreichischen St. Pölten (Mary-Ward-Schule) und vor 125 Jahren eröffnete das Sacré-Coeur eine Schule in Pressbaum bei Wien.

Farbbalken