Schriften aus österreichischen Klöstern werden UNESCO-Kulturerbe

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, tritt für die Erhaltung von Kulturgütern ein, die ein wichtiges Erbe der Menschheit darstellen. Ein besonderes Programm, genannt „Memory of the World“, stellt schriftliche Dokumente unter besonderen Schutz.

Die österreichische UNESCO-Kommission führt ein nationales Register, in das jedes Jahr herausragende Schriftdenkmale aufgenommen werden. Im Jahr 2018 wurden auch drei Klöster auf diese Weise ausgezeichnet. Aus dem Stift Lilienfeld wurde die mittelalterliche Handschriftensammlung „Concordantiae caritatis“ (Stiftsbibliothek Lilienfeld, Cod. 151) des Zisterziensers Ulrich von Lilienfeld aufgenommen. Stift Vorau ist mit der berühmten Vorauer Volksbibel aus dem 15. Jahrhundert vertreten.

Dass es aber nicht nur immer besonders alte Stücke sein müssen, beweist heuer St. Peter. Aus dem Archiv der Erzabtei wurde Archivbestand des Abtes Dominikus Hagenauer (1746-1811) in die Dokumentenerbe-Liste aufgenommen. Die wichtigsten Ereignisse der politisch und wirtschaftlich sehr bewegten Zeit Hagenauers hielt dieser in sieben Tagebuchbänden fest. Die Tagebücher sind außergewöhnlich aussagekräftig und eine wichtige Quelle zur Geschichte Salzburgs und des Klosters. Die Tagebücher liegen auch ediert vor, näheres dazu auf der Website der Erzabtei, die nach einer Rundumerneuerung einen Besuch lohnt: www.erzabtei.at.

 

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